09.05.2017

Der Einstieg in die Tourismuswirtschaft lohnt sich

Erfolgreicher Info-Tag für kaufmännische Umschulungen im Tourismus, die auch für Migranten geeignet sind.

Tourismus ist nicht wie der Fernsehturm nur in Berlin, sondern überall in der Welt. Er wächst und wandelt sich. Die Tourismuswirtschaft ist weltweit der größte Arbeitgeber in einem großen Wachstumsmarkt, der schon heute sehr auf seine Nachhaltigkeit bedacht sein und äußerst kreativ auf die Herausforderungen der Zeit reagieren muss. Und weil es auch in Zukunft vielfältigste Einsatzmöglichkeiten und freie Stellen geben wird, lohnt sich die Überlegung für Arbeitsuchende, mit einer Umschulung zum Beispiel als Tourismuskaufmann/-frau (IHK) oder Kaufmann für Tourismus und Freizeit (IHK) zu starten. Beide Berufsbilder sind attraktiv und unterscheiden sich inhaltlich nur geringfügig. Denn kaufmännisch, und allein schon damit gefragt, sind beide. Tourismuskaufleute sind lediglich etwas stärker auf Outcoming-Geschäftsfelder ausgerichtet. Attraktiv macht eine Umschulung in diesen Berufen aber nicht nur der Markt, sondern auch, dass die Umschulungskonzepte beim bbw mit der Tourismuswirtschaft schon jetzt auf die Anforderungen der Zukunft abgestimmt sind.

Um die Berufsbilder und diese Konzepte Umschulungsinteressenten und Beratern von Jobcentern und Arbeitsagenturen vorzustellen, hatte das bbw am 9. Mai 2017 ins Berliner Haus der Wirtschaft zu einer hochwertig besetzten Informationsveranstaltung eingeladen. Dabei wurden enge Wirtschaftspartner, Firmeninhaber und Spezialisten aus der Branche, einer der künftigen Hauptdozenten der Umschulungen und die Projektleiter als Ansprechpartner des bbw vorgestellt. Wer könnte besser als sie die Begeisterung für einen Beruf im Tourismus und Interesse an einer Umschulung wecken, die für die Zukunft gemeinsam mit der Wirtschaft neu konzipiert wurde und schon Ende Juni starten soll. Im Mittelpunkt standen dabei natürlich äußerst interessante und vielfältige berufliche Perspektiven für alle, die die Umschulung erfolgreich absolvieren.

Allein "die Deutschen geben jährlich 60 Mrd. Euro fürs Reisen und ihren Urlaub aus", erklärte Tourismusexperte Norbert Pfefferlein den mehr als 160 Migrantinnen und Migranten aus den hauseigenen B1- und B2-Sprachkursen und einheimischen Arbeitsuchenden. Er ist nicht nur seit Jahrzehnten Geschäftsführender Gesellschafter bzw. Vorstand von zwei Tourismusfirmen (TCME - touristic concept marketing & events international sowie P.G.M - Tourism Germany AG, Berlin), sondern auch Präsident des asr - der Allianz Selbständiger Reiseunternehmen und seit 2014 Mitglied des Tourismusbeirats der Bundesregierung. Als leidenschaftlicher Touristiker und Branchenkenner erläuterte er, die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten für motivierte und engagierte Fachkräfte in der Tourismusbranche. Hier gibt es viele sehr unterschiedliche Tätigkeitsfelder, Zielgruppen und ständig Bedarf an passenden Reiseangeboten und kreativen Ideen. Nicht jeder könne oder möchte sich seine Reise individuell zusammenstellen. Außerdem verfügten längst nicht alle über genug Know-how oder Zeit, um Reisen bedarfsgerecht selbst zu planen und zu buchen. Und Internetplattformen und App's hin oder her, Reisen werden nach wie vor von einer großen Anzahl von professionellen Reisebüros gebucht. Von der Dienstfahrt bis zum Traumurlaub werden auch in Zukunft Tourismusprofis bei Reiseveranstaltern, in Mietwagenbüros oder am Flughafen, in Hotels, bei Messen, in Freizeitparks und bei Events, in Wellnessoasen oder auf Schiffen, in Bussen und Bahnen gebraucht, um sie zu realisieren und für den perfekten Service zu sorgen. Und schließlich brauche es auch Management- und Vertriebsinstitutionen bis hin zu Fremdenverkehrseinrichtungen in den Regionen dieser Welt, die den Tourismus managen und verwalten. Auch dort gebe es offene Stellen. Und nicht zuletzt für Menschen mit internationalem Background, guten interkulturellen Kompetenzen und sprachlichen Fähigkeiten. Es würden auch in Zukunft, trotz Digitalisierung, Fachkräfte in der Branche gebraucht. Daran, so Norbert Pfefferlein, werde auch die Tatsache, dass zurzeit immer mehr Deutsche, immer älter werden und selbst die Digital Natives der Generation ,Y' erwachsen werden, nichts ändern. Im Gegenteil - die Menschen werden älter und sind oft noch lange gesund. Viele nutzen die Zeit nach der Berufstätigkeit, um zu reisen und zu erleben. Damit ändern sich allenfalls die Gründe und die Art des Reisens." So machte er auch anschaulich, dass Tourismuskaufleute den wunderbaren Vorteil haben, nicht etwa alte Autos, sondern "Träume verkaufen zu können", die für viele Menschen schöne Erfahrungen und besondere Erlebnisse bedeuten. Dafür braucht es Branchenkenntnisse, gute Beratung, Wissen über die Destinationen, Offenheit und Leidenschaft für den Beruf. Derzeit entstünden z.B. neue Produktideen für so genannte "hybride Kunden, die sich selbst einen billigen Flug buchen, dann aber in einem Fünf-Sterne-Hotel absteigen und dort individualisierte Touren und Events buchen, die anspruchsvoll in der Umsetzung sind."

"Deshalb braucht die Tourismuswirtschaft gut ausgebildete, fachlich, aber auch interkulturell und sprachlich kompetente Mitarbeiter/-innen. Sie müssen nicht nur Internet affin sein, sondern die branchenspezifischen Buchungsprogramme gut beherrschen, mit Kunden auf unterschiedlichen Kanälen kommunizieren können, auch in anderen Sprachen - z.B. via Social Media. Und sie müssen sich mit modernen Vertriebskonzepten wie Onlinemarketing auskennen. Weil die Partnerunternehmen des bbw sich besonders in diesen Bereichen versierte Mitarbeiter/-innen wünschen, haben sie mit dem bbw gemeinsam Umschulungskonzepte erarbeitet, die dieses Bedürfnis erfüllen. So wird das bbw am 26. Juni 2017 Umschulungen starten, die dieses Plus zusätzlich zum Rahmenstoffplan der IHK anbieten. Diesen wird selbstverständlich auch die bbw Umschulung zum/zur Tourismuskaufmann/-frau oder zum/zur Kaufmann/-frau für Tourismus und Freizeit mit IHK-Abschluss zu 100 % erfüllen", sagte Dr. Andreas Forner, bbw Geschäftsführer. Er versicherte den Interessenten, dass die Umschulung alle Bestandteile enthält, die nötig sind, um 24 Monate nach dem Start die Kammerprüfungen zu bestehen. Damit würden alle Teilnehmer/-innen Fachkräfte sein, die in Deutschland gefragt seien - mit einem anerkannten Abschluss und gesucht von den Unternehmen der Branche.

Weitere Informationen zu den Inhalten und Abläufen, Förderung und Anmeldung finden Sie hier:
Umschulung zum/zur Tourismuskaufmann / -frau (IHK)
Umschulung zum/zur Kaufmann/ Kauffrau für Tourismus und Freizeit (IHK)

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