Berufe

Holzmechaniker / Holzmechanikerin

Fensterrahmen aus Kieferholz, eine edle Treppe aus Eichenholz oder vielleicht lieber eine chice Einbauküche, die genau passt? Kein Problem für Sie! Denn der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Wenn Sie es lieben aus einem einfachen Stück Holz etwas ganz Besonderes zu zaubern, dann machen Sie diese Leidenschaft zu Ihrem Fachgebiet! Als Holzmechaniker sind Sie Spezialist auf vielen Gebieten.
Die 3-jährige Ausbildung zum Holzmechaniker lässt es zu, dass Sie sich in drei verschiedenen Fachrichtungen spezialisieren können: Herstellen von Bauelementen, Holzpackmitteln und Rahmen, Herstellen von Möbeln und Innenausbauteilen oder dem Montieren von Innenausbauten und Bauelementen.
Holzmechaniker begeistern sich für praktische Tätigkeiten und bringen handwerkliches Geschick, welches für das Montieren und Verbinden von einzelnen Bauteilen erforderlich ist, mit. Auf Grundlage der von ihnen erstellten Entwürfe und Pläne schrauben, nageln, klammern, leimen oder schweißen sie Einzelteile zusammen und bringen Verbindungen wie Scharniere, Winkel und Aufhängevorrichtungen an.

Beim Putzen, Fräsen oder Schleifen der Oberflächen sind vor allem Sorgfalt und Genauigkeit gefragt, um Strukturen und Profile zu schaffen, die z.B. durch zusätzliches Bleichen, Beizen, Spachteln, Wachsen oder Ölen spezielle Effekte gewinnen.

Mit zeichnerischem Geschick und räumlichem Vorstellungsvermögen können Holzmechaniker Grundrisspläne, technische Zeichnungen und Entwürfe für die geforderten Bauteile erstellen. Dazu sehen sie sich die Gegebenheiten vor Ort an und prüfen, ob die angegebenen Maße stimmen, wo Anschlüsse und elektrische Leitungen positioniert sind, und wie die Bodenbeschaffenheit ist.

Die Arbeit an den unterschiedlichen Maschinen und Werkzeugen setzt nicht nur technisches Verständnis voraus, sondern bedeutet vor allem körperliche Anstrengung. Auch ein nicht seltener hoher Lärmpegel und erhöhtes Staubaufkommen gehören zum Arbeitsalltag dazu.
Holzmechaniker sind Spezialisten in je einer der folgenden Fachrichtungen:
  • Herstellung von Bauelementen, Holzpackmitteln und Rahmen (Tür- und Fensterrahmen, Treppen, Verpackungsmaterial)
  • Herstellen von Möbeln und Innenausbauteilen (Küchen, Tische, Sitzmöbel, Ladeneinrichtungen)
  • Montieren von Innenausbauten und Bauelementen (Deckenverkleidungen, Trennwände, Fußböden

Egal welches Holz Ihnen in die Hände kommt, Sie wissen genau wie es behandelt, gelagert oder verpackt wird. Als Holzmechaniker haben Sie ein Grundverständnis für die Eigenschaften des Werkstoffs Holz und kennen sich mit der Verwendung und Wartung der verschiedenen Maschinen und Werkzeuge aus, die zur Bearbeitung gebraucht werden. Dabei wählen Sie Holz und Holzwerkstoffe entsprechend den Produktionsvorgaben aus, verarbeiten diese und sorgen für eine fachgerechte Behandlung der Oberflächen. Dazu gehören weitreichende Kenntnisse darüber, wie sich der Werkstoff gegenüber anderen Materialien, wie Kunststoff, Glas oder Metallen, verhält.

Doch nicht nur in der Verarbeitung von Holz sind Sie ein Profi. Auch in der Montage und fachgerechten Prüfung der Bauelemente, wie Fenster, Türen und anderen vorgefertigten Bauelementen, kennen Sie sich bestens aus. Mit Ihrem ausgeprägten technischen Verständnis installieren Sie zusätzlich elektrische Geräte und stellen Anschlüsse an vorhandenen Einspeisepunkten her.
Holzmechaniker arbeiten in Unternehmen der Holzindustrie. Je nach Betrieb und Branche stellen Sie ganz unterschiedliche Produkte her.

Sie sind z.B. in Werk- und Lagerhallen tätig, sprich in Betrieben, die Holzbauteile, Holzpackmittel und Rahmen produzieren, finden aber auch bei Verpackungsmittelherstellern Beschäftigungsmöglichkeiten.

Auch der Einsatz bei Möbelherstellern, in Tischlereien oder in Raumausstatter-Werkstätten ist möglich. Ebenso können Holzmechaniker in Unternehmen, die sich mit Innenausstattungen aus Holz beschäftigen, tätig werden.

Weiterhin umfasst das Tätigkeitsfeld den Einsatz bei Firmen, die neben der Herstellung von Fertigbauteilen und Bauelementen (z.B. Küchen), auch Montagedienstleistungen anbieten.
Eine bespielhafte Vergütung richtet sich nach dem tariflichen Stundenlohn von 16 - 18 Euro.
Als Holmechaniker/-in sind Sie auf dem Arbeitsmarkt sehr gefragt, da Sie die unterschiedlichsten Aufgaben für verschiedenste Unternehmen bewältigen können.
Die Möglichkeiten sich beruflich weiterzuentwickeln sind für Holzmechaniker/-innen sehr vielfältig.

Bereits während der Ausbildung sollten Zusatzqualifikationen, z.B. im Bereich CAD und CNC erworben werden.

Nach Ablegen der Prüfung zum Industriemechaniker oder durch eine Weiterbildung als Techniker in der Fachrichtung Holz, öffnen sich leicht Wege bis in Führungspositionen.

Mit den entsprechenden Voraussetzungen ist auch ein Hochschulstudium, beispielsweise als Ingenieur/-in für Holz- oder Verpackungstechnik oder auch als Holzwirt/-in. möglich.