Berufe

Immobilienkaufmann / Immobilienkauffrau

Immobilienkaufleute arbeiten in einem der krisensichersten Berufe. Der einfache Grund: Wohnen muss jeder. Vor allem aber ist das Berufsbild außerordentlich vielfältig.

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Als Immobilienmanager kommunizieren sie mit Interessenten und Kunden, Handwerkern und Gutachtern, Vermietern und Mietern, mit Behörden und Unternehmen, mit Banken und Versicherungen. Bei ihrer Tätigkeit befinden sie sich vorwiegend im Büro, am Schreibtisch und vor dem Computer, das sie aber regelmäßig verlassen, um Gesprächspartner aufzusuchen oder vor Ort an der Immobilie Dinge zu besprechen.

Der/die Immobilienkaufmann / Immobilienkauffrau ist ein Beruf, dessen Ausbildung in Deutschland staatlich geregelt ist. Er ersetzt seit 2006 den/die Kaufmann / Kauffrau in der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft.

Der/die Immobilienkaufmann / Immobilienkauffrau sucht, kauft, vermietet, verwaltet und verkauft Immobilien aller Art, Grundstücke, Betriebs- und Bürogebäude, Häuser und Wohnungen. Immobilienkaufleute entwickeln Wohnensembles, Gewerbegebiete und Einkaufszentren, betreuen ihre Verwaltung und ihren Verkauf, sanieren und modernisieren sie. Im Gegensatz etwa zu den spezialisierten Immobilienmaklern, deren Bezeichnung nicht geschützt und deren Ausbildung und Eignung nicht rechtlich geregelt ist, bearbeiten Immobilienkaufleute grundsätzlich die gesamte Thematik der Immobilienwirtschaft. Die Aufgaben der Immobilienmakler, die Vermittlung zwischen Angebot und Nachfrage, können sie gleichwohl übernehmen.

Immobilienkaufleute sind auf der einen Seite Dienstleister am Kunden und sollten deshalb kommunikationsstark sein. Da der Immobilienmarkt mittlerweile stark internationalisiert ist, sind auch gute Fremdsprachenkenntnisse gefragt. Auf der anderen Seite ist das Management der wirtschaftlichen Seite der Immobilie eine Kernaufgabe dieses Berufes. Ein Interesse für wirtschaftliche bzw. kaufmännische Aspekte sollte bei Immobilienkaufleuten also unbedingt vorhanden sein. Immobilienkaufleute, die sich auf die technische Seite der Immobilie konzentrieren wollen, etwa wenn sie für Sanierungsträger arbeiten, sollten ein starkes Interesse an baufachlichen Fragen haben.
In ihrer Ausbildung erwerben Immobilienkaufleute Kenntnisse zu Vermietung und Verwaltung von Wohnräumen, Finanzierung von Immobilien, Immobilienvermittlung und -verwaltung, Begründung und Verwaltung von Wohnungseigentum, Entwicklung und Begleitung von Bauprojekten, Repräsentation eines Immobilienunternehmens und mehr. Im Wahlpflichtbereich erlernen sie je nach Ausbildungsbetrieb anwendbares Wissen in den Bereichen

  • Steuerung und Kontrolle des Unternehmens
  • Gebäudemanagement
  • Maklergeschäfte
  • Bauprojekmanagement und
  • Wohnungseigentumsverwaltung
Immobilienkaufleute sind in allen Bereichen der Immobilienbranche tätig, z. B. in Wohnungsbauunternehmen, bei Immobilien- und Projektentwicklern oder Immobilienmaklern. Auch in den Immobilienabteilungen von Banken, Bausparkassen, Versicherungen und in öffentlichen Verwaltungen (z.B. Liegenschaftsbehörden) können Immobilienkaufleute arbeiten.
Laut gehaltsvergleich.com (Stand: April 2004) liegt das Durchschnittsgehalt von Industriekaufleuten bei 2.136 Euro brutto monatlich. Diese Zahl wird relativiert durch Kriterien, die ein breites Spektrum an Einkommensunterschieden offenbaren, So liegen die Einkommen nach Städten bemessen zwischen 6.667 Euro brutto monatlich in Moormerland und 1.500 Euro in Heinsberg. Weiterhin liegen die Gehälter nach Berufserfahrung gesehen auf einer Messlatte von ca. 1.800 Euro nach 1 Jahr Berufserfahrung bis zu 3.000 Euro nach mehr als 20 Jahren. Andere Kriterien betonen keine großen Unterschiede. Wenn man diese Zahlen zugrunde legt, kann man davon ausgehen, dass das Gehalt von Industriekaufleuten mit der Berufserfahrung von knapp unter 2.000 Euro bis etwas über 3.000 Euro ansteigt, dann in einem zweiten Schritt aber sehr stark ansteigen kann, wenn sich der/die Immobilienkaufmann / Immobilienkauffrau "in der richtigen Stadt befindet".

Nach Aussage des Betreibers der Seite kommen die Zahlen aus einem Gesamt-Pool von mehr als 42.000 Gehaltsdaten über Eingaben von Arbeitnehmern und Arbeitgebern in Formularen wie z.B. Gehaltsvergleichen zustande.
Da die Branche über Fachkräftemangel klagt, sind die Jobchancen und die Verdienstmöglichkeiten für den/die Immobilienkaufmann/Immobilienkauffrau außerordentlich gut, auch und gerade in den Bundesländern Berlin und Brandenburg. Verstärkt werden dabei Arbeitskräfte mit spezieller Ausrichtung nachfragt. Eine Spezialisierung in einen bestimmten Teilbereich wie Kauf und Planung, Gebäudeverwaltung, Rechnungswesen oder Planung und Betreuung von Bauprojekten ist für Immobilienkaufleute also sinnvoll.

Nach mindestens einem Jahr Berufspraxis können sich Immobilienkaufleute zum Immobilienfachwirt weiterbilden. Die Fortbildung dauert zwischen 3 Monaten und 2 Jahren, je nachdem, ob sie in Voll- oder Teilzeit absolviert wird, und wird mit einer IHK-Prüfung abgeschlossen. Der Abschluss bereitet auf mittlere Führungspositionen im Immobilienmanagement vor.

Ein Studium mit dem Abschluss Immobilienbetriebswirt/-in vermittelt tiefgreifende Kenntnisse zu den Themen Wertermittlung, Management und internationalem Immobiliengeschäft, kann an einer Fachhochschule oder Immobilienakademie studiert werden und ist von unterschiedlicher Dauer.

Die bbw Hochschule bietet die Möglichkeit, in 6-8 Semestern einen Bachelor of Arts in Immobilienmanagement zu studieren. Im Fokus dieses Studiums stehen die Grundlagen der Immobilienökonomie, der Prozess und die Funktionen des Immobilienmanagements, das Management von Immobilienunternehmen sowie industrielle Aspekte der Immobilienökonomie, außerdem das Corporate Real Estate sowie Public Real Estate Management.

Der/die Immobilienkaufmann/Immobilienkauffrau kann sich außerdem, nachdem er/sie ausreichend Praxiserfahrung gesammelt hat, innerhalb des breiten Themenspektrums von Hausverwaltung bis Immobilienvermittung als Unternehmer selbständig machen.