Berufe

Kaufmann/-frau für Spedition und Logistikdienstleistungen (Speditionskaufmann / Speditionskauffrau)

Eine Schlüsselstellung nimmt in der heutigen globalen Wirtschaft der Kaufmann / die Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistungen, ehemals Speditionskaufmann / Speditionskauffrau ein. Den Absolventen der entsprechenden Ausbildung tun sich verlockende Aussichten auf.

Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistungen sind so etwas wie die Architekten des Transportwesens. Speditionskaufleute, wie sie traditionell heißen, sind für die Organisation von Versand, Umschlag und Lagerung von Gütern zuständig. Sie verkaufen Verkehrs- und logistische Dienstleistungen der verschiedenen Transportmittel, Schiff, Bahn, Flugzeug oder Lkw. In der Ära der Online-Shops und der globalen Wirtschaft spielt das Berufsbild eine Schlüsselrolle.

Im Jahre 2004 wurde die bis dann gültige Berufsbezeichnung Speditionskaufmann/-frau durch den Begriff Kaufmann/-frau für Spedition und Logistikdienstleistungen ersetzt, um die aktuellen Entwicklungen der Logistikbranche in das Berufsbild zu integrieren.

Unsere Starttermine zur Umschulung Speditionskaufmann/-frau bzw. Kaufmann/-frau für Spedition und Logistikdienstleistungen

Angebote filtern
2 Angebote gefunden Sie befinden sich auf Seite 1 von 1
sortieren nach:
Als zukünftige/-r Speditionskauffrau / Speditionskaufmann sollten Sie gut organisieren können und gerne mit Menschen kommunizieren. Bei der Organisation wird vor allem der Computer eingesetzt. Sie sollten also mit der Nutzung der veschiedenen Software-Anwendungen wie Kalendern und Datenbanken kein Problem haben. Grundsätzlich hat der Beruf einen starken kaufmännischen Charakter, mathematische Fähigkeiten sollten also vorhanden sein. Vor allem aber sollten Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistungen praktisch denkende Menschen sein.
Die Kenntnisse der Speditionskaufleute beziehen sich auf die verschiedensten Arbeiten bei Transport, Umschlag und Lagerung von Waren. Der/die Speditionskaufmann/-frau muss in der Lage sein, die Warenströme zu planen und zu organisieren. Dabei muss er/sie die - oft auch internationalen - Rechtsvorschriften, die es dabei zu beachten gilt, kennen wie auch Zollbestimmungen. Da Güterverkehr oft international erfolgt, wird oft auf die Beherrschung ausreichender fachbezogener Englischkenntnisse Wert gelegt. Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistungen müssen außerdem wissen, wie ein optimaler Versicherungsschutz der Güter für jeden Moment des gesamten Vorgangs zu erreichen ist, wie die Beteiligten an logistischen Prozessen zeitlich zusammenzubringen sind, welche Planungs- und Kommunikationssoftware für die Umsetzung geeignet sind und wie die Überwachung von Logistikketten vonstatten geht. Sie müssen Leistungsangebote aufnehmen und selber erarbeiten können, Preise kalkulieren, Verträge bewerten und selber vorbereiten und Kosten und Erträge ermitteln können. Neben einer Vielzahl von Detailkenntnissen aus dem kaufmännischen Bereich beherrscht der/die Speditionskaufmann/-frau die Gestaltung logistischer Konzepte, beobachtet und beurteilt den Markt hinsichtlich der relevanten Faktoren und entwickelt das Angebot seines/ihres Unternehmens weiter.

Nach der Ausbildung spezialieren sich Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistungen in der Regel auf einen der Bereiche Nationaler und europäischer Landverkehr, Lager- und Materialwirtschaft, Luft- und Seefracht, Im- und Export, Finanz- und Rechnungswesen oder Kundenakquise und Kundenberatung.
Die Transport- und Logistikbranche eröffnet den Kaufleuten für Spedition und Logistikdienstleistungen ein breites Feld an interessanten Beschäftigungsmöglichkeiten. Neben den klassischen Bereichen in der Verwaltung, im Marketing sowie im Verkauf bieten sich vor allem auf dem Gebiet der Lager- und Transporttechnik sowie mit entsprechender Berufserfahrung im Logistikmanagement spannende und lukrative Spezialisierungs- und Aufstiegschancen.

Arbeitgeber eines/-r Spedtionskaufmanns/-frau kann ein Unternehmen eine Spedition sein, ein Briefdienst, eine Containervermietung, ein Luftfrachtunternehmen, Kurier-Express-Paketdienst, Fuhrpark, eine Frachtbörse, Reederei, Umzugsfirma, logistische Beratungsfirma oder ein Verband der Branche sein.
Das Gehalt eines/-r Speditionskaufmanns / Speditionskauffrau wird je nach Datenbasis unterschiedlich angegeben. Entsprechende Einschätzungen finden sich auf Gehaltsseiten wie gehalts-check.de, gehalt.de und gehalt-tipps.de. Die dort angegebenen Einkommenshöhen liegen zwischen 2.000 und 3.000 Euro brutto im Monat (Stand: April 2004). Mit zunehmender Teamverantwortung scheint die Höhe des Einkommens nach oben offen zu sein. Auffällig sind die Schwankungen auf Bundesländer bezogen.
Die Perspektive für eine angehende Kauffrau / einen angehenden Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistungen (ehemals Speditionskaufmann / Speditionskauffrau) kann durchweg als positiv bezeichnet werden. Deutschland ist einer der führenden Logistikstandorte weltweit. Aktuell ist die Logistik nach Automobilwirtschaft und Handel die größte Branche in Deutschland selber. Laut Bundesvereinigung Logistik (BVL) sind in der Logistik zur Zeit mehr als 2,8 Millionen Menschen beschäftigt. Und die Branche boomt und entwickelt sich stabil. Seit dem Jahr 2003 stieg der Umsatz der deutschen Speditions- und Logistikdienstleister laut Angaben des Deutschen Speditions- und Logistikverbands von 52 Millarden auf 79,5 Milliarden Euro im Jahre 2013, unterbrochen nur durch einen im internationalen Vergleich eher moderaten Einbruch nach der Finanzkrise 2009.

Die Karrieremöglichkeiten per Weiterbildung sind gerade im Logistikbereich außerordentlich gut. Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistungen können sich zu Verkehrsfachwirten (IHK), Fachwirten für Hafenwirtschaft, Transport und Logistik (IHK), Fachkaufleuten Einkauf und Logistik (IHK), Fachkaufleuten Außenwirtschaft (IHK), Betriebswirten und Logistik-Managern weiterbilden lassen. Die bbw Hochschule ermöglicht ein Bachelor-Studium ohne Abitur innerhalb von sechs (Vollzeitstudium) oder acht Semestern (berufsbegleitend).