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Gesundheits- und Pflegeassistent / Gesundheits- und Pflegeassistentin

Berufsbereich - Gesundheit und Pflege

2,5 Millionen Pflegebedürftige gibt es zur Zeit. Wer jetzt eine Ausbildung zum/-r Gesundheits- und Pflegeassistenten/-in absolviert, wird in der Zukunft immer einen Job finden. Der Beruf Gesundheits- und Pflegeassistent - verkürzt oft einfach als Pflegeassistent/-in bezeichnet - ersetzt seit dem 1. August 2007 die bisherigen pflegerischen Helferausbildungen (Gesundheits- und Krankenpflegehelfer, Altenpflegehelfer, Heilerziehungspflegehelfer und Kinderkrankenpflegehelfer).

Der Beruf Gesundheits- und Pflegeassistent/-in ist vor allem für solche Menschen interessant, die sich lieber mit Menschen als mit technischen Dingen beschäftigen und ungern im Büro vor dem Computer arbeiten. Wichtige Voraussetzung ist allerdings Verständnis und Geduld für bzw. mit Menschen, die Hilfe benötigen. Im Gegensatz zum Berufsbild z.B. des/-r Altenpflegers/-in, der stärker auf die medizinische Kompetenz abzielt, sind Pflegeassistenten vor allem auf die soziale Betreuung der Menschen spezialisialisiert.

Wer Freude darin findet, hilfsbedürftigen Menschen beim Essen, Trinken, beim Waschen und anderen täglichen Dingen zu helfen, sie zum Arzt oder Behördengängen zu begleiten und ihr Freizeitprogramm zu gestalten, wird in der Arbeit des/-r Gesundheits- und Pflegeassistenten/-in eine befriedigende Arbeit finden. Die Ausbildung selber dauert nur ein Jahr, und wer sich beruflich weiter entwickeln möchte, erhält mit dem Berufsabschluss eine gute Basis.

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Zukünftige Gesundheits- und Pflegeassistenten sollten eher hilfsbereite und kommunikative Menschen sein, denen auch flexible Arbeitszeiten gefallen. Sie sollten praktisch veranlagt sein und ein Gespür dafür haben, wie sie andere Menschen fördern und anleiten können. Da Pflegeassistenten eine große Verantwortung gegenüber den Menschen haben, die sie betreuen, sollten sie ein entsprechend hohes Verantwortungsbewusstsein haben und bei ihrer Arbeit immer sorgfältig vorgehen. Weil bei den Betreuten auch der Todesfall eintreten kann, sollten sie psychisch nicht labil sein.
Gesundheits- und Pflegeassistenten müssen über eine hohe soziale Kompetenz und Fürsorgefähigkeit verfügen, wozu auch ein Gespür für ethische und religiöse Fragen gehört. Sie lernen, hilfsbedürftige und kranken Menschen bei der Bewältigung des gesamten Spektrum ihres Alltags zu unterstützen. Dazu treten konkrete pflegerische Maßnahmen und die Verabreichung von Medikamenten. Kreative Tätigkeiten wie die Anregung und gemeinsame Durchführung von Spielen, Bastelarbeiten und anderen Dingen zum Zeitvertreib sind ebenfalls Bestandteil der Arbeit des/-r Pflegeassistenten/-in.
Gesundheits- und Pflegeassistenten können in Krankenhäusern, Altenwohn- und -pflegeheimen und ambulanten Altenpflege- und -betreuungsdiensten arbeiten, in Sozialstationen, in Einrichtungen zur Betreuung und Pflege von Menschen mit Behinderung, in den geriatrischen und gerontopsychiatrischen Abteilungen von Krankenhäusern und Pflege- und Rehabilitationskliniken, in Wohnheimen für Menschen mit Behinderung oder in Seniorenberatungsstellen, bei paritätischen Verbänden mit angeschlossenem Pflegedienst, aber auch in Seniorenwohngemeinschaften oder für Privathaushalte mit pflegebedürftigen Angehörigen.
Auf den gängigen Einkommensportalen liegen nur wenige Zahlen zum Gehalt von Gesundheits- und Pflegeassistenten vor. Offenbar wurden viele Daten noch vor der Ausbildungsreform von 2007 eingegeben oder die Betroffenen nutzen die traditionellen Begriffe wie Altenpflegehelfer/-in, Heilerziehungspflegehelfer/-in oder Kinderkrankenpflegehelfer/-in. Gehalt.de gibt auf Bundesländer bezogene Durchschnittsjähresgehälter an, die zwischen 33.672 Euro (Mecklenburg-Vorpommern) und 48.260 Euro (Hessen) liegen.

Weit umfangreichere Daten liegen zu dem "alten" Berufsbild Altenpflegehelfer/-in vor. Der Großteil der ausgebildeten Pflegeassistenten wird sicherlich auf dem Gebiet der Altenpflege arbeiten, deshalb dürften die "alten Zahlen" ein guter Anhaltspunkt für Pflegeassistenten sein. Laut gehaltsvergleich.com liegt das durchschnittliche Bruttomonatsgehalt von Altenpflegehelfern bei 40 Stunden bei 1.498 Euro. Ein reales Maximalgehalt liegt auf Bundesländer bezogen laut derselben Quelle bei 3.000 Euro (Baden-Württemberg), die durchschnittlichen Monatsgehälter unterscheiden sich aber innerhalb der Bundesländern kaum. Die höchsten Durchschnittsgehälter werden in Hamburg gezahlt (1.600 Euro). Innerhalb der verschiedenen Branchen sind die Unterschiede gering, auch Berufserfahrung spiegelt sich kaum in einem höheren Gehalt wider. Zwischen einem und 20 Jahren Berufserfahrung lagen nur etwa 300 Euro Einkommensunterschied. Die höchsten Bruttogehälter auf Städte bezogen liegen hier bei 2.400 Euro (Pleidelsheim), 2.500 Euro (Hilden) und 2.686 Euro (Lippstadt). Insgesamt vermitteln die Zahlen den Eindruck, als entscheide die Wahl der Stadt die Höhe des Gehaltes. Die geringen Gehaltsunterschieden nach Berufserfahrung fallen zwar negativ ins Gewicht, doch dürften viele Altenpflegehelfer im Laufe der Zeit die Chance zur Höherqualifizierung zu Altenpflegern ergreifen und damit nicht mehr Bestandteil dieser Statistik sein.

Nach Aussage des Betreibers von gehaltsvergleich.com kommen die Zahlen aus einem Gesamt-Pool von mehr als 42.000 Gehaltsdaten über Eingaben von Arbeitnehmern und Arbeitgebern in Formularen wie z.B. Gehaltsvergleichen zustande.
Wer die Ausbildung zum/-r Gesundheits- und Pflegeassistenten/-in absolviert hat, kann bei befriedigenden Leistungen den "Gleichwertigkeitsvermerk mit dem Realschulabschluss" erhalten und in andere Ausbildungsberufe wechseln. Auch ohne diesen Vermerk im Abschluss-Zeugnis kann man eine Ausbildung in der Altenpflege oder in der Gesundheits- und Krankenpflege beginnen und evtl. diese Ausbildungen abkürzen. Hauptschüler können über diesen Weg den nicht vorhandenen Realschulabschluss quasi neutralisieren, den man z.B. für eine Altenpflegeausbildung benötigt. Als Altenpfleger/-in etwa profitiert man dann nicht nur von den neuen beruflichen Herausforderungen, sondern auch von einer allgemeinen Gehaltssteigerung um grob 500 Euro monatlich. Über Fortbildungsmaßnahmen sind im Anschluss neue interessante Aufgaben erreichbar, etwa das Qualitätsmanagements eines Unternehmens im Pflegebereich, die Leitung eines Altenwohn- und -pflegeheims oder die Lehre an einer Altenpflegeschule. Ähnliche Perspektiven bieten sich auch bei den verwandten Berufen.