Bildungsmessen im Februar verzeichnen Besuchertrend

Im Februar finden jedes Jahr zwei große Bildungsmessen statt, die für Aus- und Weiterbildungsinteressierte in den Bundesländern Berlin und Brandenburg von großer Bedeutung sind, die Marktplatz Bildung und die Märkische Bildungsmesse. Wie in den Vorjahren wurden sie auch in diesem Monat von Informationsteams des bbw mit eigenen Angebotsständen bestückt. Die Veranstalter beider Messen sprachen nach den Terminen von sehr hohen Besucherzahlen, die Märkische Bildungsmesse verzeichnete mit 1.250 Besuchern einen Teilnehmerrekord.

Die Mitarbeiter des bbw bemerkten an den beiden Tagen in den vielen Gesprächen, die sie führten, einen bestimmten Trend bei den Besuchern: Vor allem die Gruppe der Jugendlichen war stark vertreten, offenbar waren sogar ganze Schulklassen auf Bildungsexkursion. Außerdem fanden sich unter den neugierigen Besuchern viele Menschen über 50 Jahre und Migranten.

Die Gründe für den Trend oder besser: die Trends sind unterschiedlich. Die Diskussionen der letzten Jahre über die Wichtigkeit für Jugendliche, sich möglichst früh über Ausbildungsmöglichkeiten zu informieren, um in der dynamischen und stark modernisierten Wirtschaft den passenden Beruf zu finden, hat offenbar mittlerweile die Schulen dazu bewogen, den Schülern noch in der Schulzeit Informationswege zur Berufsorientierung zu eröffnen, wozu eben auch der gemeinsame Besuch von Bildungsmessen im Klassenverband gehört.

Menschen über 50 Jahre sind in der heutigen Welt, in der sich Wissen in immer kürzeren Zyklen erneuert, immer mehr darauf angewiesen, über Weiterbildung "marktfähig" zu bleiben. Neue Branchen und Technologien erfordern in vielen Fällen berufliche Neuorientierungen. Ältere, die längere Zeit arbeitslos waren und in den derzeit florierenden Berlin-Brandenburger Arbeitsmarkt wiedereinsteigen wollen, benötigen möglicherweise eine Aktivierungsmaßnahme, um ihre Stärken und Talente neu zu entdecken und mit Trainings, Coachings und Praktika das dafür nötige Know-how zu erwerben.

Migranten stellen in der Arbeitswelt ein Reservoir für die Zukunft dar, auch in ihrem Status. Viele Migranten haben einen Sprachkurs, etwa einen ESF-BAMF-Kurs besucht, um in der deutschen Wirtschaft sprachlich kompetent zu sein, können wegen fehlender Nachweise aber noch nicht arbeiten. Für diese Menschen können passende Fortbildungen sinnvoll sein.

Die Bildungszentren des bbw bieten diesen Zielgruppen Angebote, die ihre persönlichen Bedingungen und die konkreten Anforderungen des Arbeitsmarktes auf optimale Weise zusammenbringen: