Beratung für mehr Ausbildung von Zuwanderern im Land Brandenburg

KAUSA Servicestelle Brandenburg

Jahr für Jahr bleiben Ausbildungsplätze im Land Brandenburg unbesetzt. Wenn die Gründe sind, dass sich immer weniger einheimische Schulabgänger für die Berufe interessieren oder Unternehmen, Ausbildungsplätze nur auf dem Land anbieten können, kann die KAUSA Servicestelle Brandenburg helfen. Sie möchte, dass möglichst viele der ca. 16.000 jungen Geflüchteten, die aktuell im Land Brandenburg leben, einen passenden Ausbildungsplatz finden. Sie möchte jungenMenschen mit Migrationshintergrund helfen, eine duale Berufsausbildung zu erhalten. Und sie möchte ausbildungsbereite Firmen ermutigen, sich auch für junge Bewerber/-innen mit Migrationshintergrund und Fluchterfahrung zu öffnen, damit sie echte Perspektiven auf einen Beruf und einen Arbeitsplatz bekommen - hier im Land Brandenburg oder beim Aufbau der Wirtschaft in ihrer Heimat.

Dafür gibt es die KAUSA Servicestelle Brandenburg seit dem 1. August 2017 an ihrem Hauptsitz im Haus der Wirtschaft in Cottbus und seit Mitte Oktober auch am bbw Bildungszentrum in Oranienburg. Die KAUSA Servicestelle Brandenburg berät junge Menschen mit Migrationshintergrund zu den Vorteilen der dualen Berufsausbildung in Deutschland. Sie informiert, berät zur Berufsausbildung und zeigt auch ihren Eltern, welche Chancen eine Ausbildung nach hiesigen Standards bedeutet. Dafür setzt sie bei den Vorkenntnissen, Stärken und Schwächen der Jugendlichen und jungen Erwachsenen (bis 27 Jahre) an. Damit sowohl gut motivierte Ausbildungsinteressenten, als auch die Unternehmen der Region zueinander finden, berät die KAUSA Servicestelle Brandenburg auch brandenburgische Firmen. Selbstverständlich verweist sie auf bereits bestehende Angebote von anderen Projekten, Institutionen und Initiativen, die sich wie die KAUSA Servicestelle Brandenburg für die berufliche und soziale Integration von jungen Menschen mit Migrationshintergrundund Geflüchteten einsetzen.

Zielgruppen

  • junge Geflüchtete, Jugendliche und junge Erwachsene mit Migrationshintergrund(bis 27 Jahre),
  • deren Eltern sowie
  • ausbildungsbereite und -interessierte Unternehmen im Land Brandenburg

Projektziele

  • in 3 Jahren - Beratung und Vermittlung von mind. 100 jungen Geflüchteten und Menschen mit Migrationshintergrund in duale Ausbildung,
  • besonders in kleine und mittelständische Unternehmen
  • nicht nur in brandenburgischen Städten, sondern auch auf dem Land

Beratungssprachen

  • Arabisch
  • Türkisch
  • Englisch
  • Französisch
  • Deutsch

Beratungsorte

  • fast überall, wo Beratung gewünscht wird,
  • in den Gemeinschaftsunterkünften, in Vereinen, bei Veranstaltungen,
  • in Unternehmen,
  • in Beratungsstellen der KAUSA Servicestelle Brandenburg (z.Z. in Cottbus und Oranienburg)

Was am meisten fehlt sind Informationen und Firmenkontakte

Wer von den jungen Geflüchteten und Menschen mit Migrationshintergrund hier nicht in die Schule geht, erfährt kaum etwas über die Vorteile dualer Ausbildung. Er kennt keine Berufe, weiß nicht, wie man in Deutschland Bäcker oder Tischler wird, was ein Industriemechaniker oder ein Maschinen- und Anlagenführer während seines Arbeitstages macht... Aus ersten Gesprächen mit jungen Geflüchteten wissen die Berater der KAUSA Servicestelle Brandenburg, dass viele noch nie einen Lebenslauf geschrieben haben, keine Vorstellung haben, wie man sich um eine Ausbildung oder einen Arbeitsplatz bewirbt. Etwas Wissen darüber wird in den Deutschkursen vermittelt, aber längst nicht genug. Weil das so ist, berät die KAUSA Servicestelle Brandenburg, nutzt Informationsveranstaltungen, wie z.B. hier von der ArcelorMittal Mitte September in Cottbus und bringt die Akteure des Landes Brandenburg, die sich für Ausbildung engagieren, zusammen.

Ausbildung hoch drei - auf der iBOB in Cottbus

Weil es gerade für junge Migrantinnen, Migranten und Geflüchtete schwierig ist, zu verstehen, warum man in Deutschland drei Jahre braucht, um einen Beruf zu lernen, was duale Ausbildung bedeutet und was ein Berufsabschluss mit Prüfungen zu tun hat, muss man es immer wieder erklären. Dazu bekam die KAUSA Servicestelle Brandenburg am Samstag, d. 18.11.2017 bei der interaktiven Ausbildungsmesse iBOB in der Cottbusser Stadthalle gleich drei Mal mit einem Vortrag zum Thema: "Ausbildung in Deutschland" die Gelegenheit. Unterstützt von einem Übersetzer, konnte Projektleiterin Charlotte Kruhøffer den überwiegend aus Syrien und Afghanistan kommenden Zuhörerinnen und Zuhörern, die Berufsausbildung als hervorragende Chance vorstellen, in Deutschland auf eigenen Füßen zu stehen. Ohne Ausbildung bleibt oft allenfalls ein Job als Hilfsarbeiter für vielleicht schnelles aber wenig Geld. Mit Berufsabschluss gibt es immerhin nach nur drei Jahren die gute Aussicht, als Fachkraft eingestellt zu werden und damit eine bessere Bezahlung zu bekommen. Ausbildung lohnt sich für alle, die jung sind, sich selbst und eine Familie ernähren wollen. Sie ist der Schlüssel für junge Zuwanderer der Schlüssel für einen besser bezahlten Arbeitsplatz und ein selbstständiges Leben. Dafür bietet die Brandenburger Wirtschaft in vielen Betrieben freie Ausbildungsplätze und Arbeitsstellen an. "Eine Ausbildung ist, wie es Brandenburger Handwerkskammer sagt, ,praktisch unschlagbar'. Sie ist auch unschlagbar, was die beruflichen Perspektiven in der Region betrifft. Im Land Brandenburg sucht die Wirtschaft Fachkräfte in vielen Städten und erstrecht auf dem Land. Damit wollen die Kammern, die Sozialpartner und wir natürlich für eine Berufsausbildung überzeugen", sagte Charlotte Kruhøffer. Die KAUSA Servicestelle Brandenburg bietet deshalb professionelle Beratung für junge Geflüchete, Migrantinnen und Migranten, deren Eltern und ausbildungsbereite Unternehmen. Sie arbeitet dazu eng mit einer wachsenden Anzahl von Partnern und Projekten im Land zusammen.
Mehr Infos über die KAUSA Servicestelle Brandenburg finden Sie bis zur Fertigstellung der Projektwebseite www.kausa-brandenburg.de unter: www.berlin-arbeitundleben.debzw. unter www.bbw-gruppe.de/ueber_uns/projekte/laufende_projekte/kausa-servicestelle-brandenurg.html

Projektträger

Die KAUSA Servicestelle Brandenburg ist auf Initiative der Sozialpartner DGB Berlin-Brandenburg und UVB (Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg) entstanden. Sie stehen auch an der Seite ihrer Bildungsinstitutionen Arbeit und Leben (DGB/VHS) Berlin-Brandenburg und bbw Akademie für Betriebswirtschaftliche Weiterbildung GmbH, die das Projekt gemeinsam tragen.

Gefördert durch:

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