Beratung für mehr Ausbildung von Zuwanderern im Land Brandenburg

KAUSA Servicestelle Brandenburg

Jahr für Jahr bleiben Ausbildungsplätze im Land Brandenburg unbesetzt. Wenn die Gründe sind, dass sich immer weniger einheimische Schulabgänger für die Berufe interessieren oder Unternehmen, Ausbildungsplätze nur auf dem Land anbieten können, kann die KAUSA Servicestelle Brandenburg helfen. Sie möchte, dass möglichst viele der ca. 16.000 jungen Geflüchteten, die aktuell im Land Brandenburg leben, einen passenden Ausbildungsplatz finden. Sie möchte jungen motivierten und lernbereiten Menschen mit Migrationshintergrund helfen, eine duale Berufsausbildung zu erhalten. Und sie möchte ausbildungsbereite Firmen ermutigen, sich für sie zu öffnen, damit sie echte Perspektiven auf einen Beruf und einen Arbeitsplatz bekommen - hier im Land Brandenburg oder beim Aufbau der Wirtschaft in ihrer Heimat.

Für mehr Ausbildung: KAUSA Servicestelle Brandenburg

Um das Projekt den Unternehmen des Landes, den wichtigsten Institutionen und den im Bereich der beruflichen Integration von Migrant*innen und Geflüchteten tätigen Projekten und Initiativen vorzustellen, ist eine Auftaktveranstaltung mit Gästen aus Politik, Wirtschaft und Bildung geplant.

Termin:
15. Februar 2018, 10 - 13 Uhr

Veranstaltungsort:
Stadthaus Cottbus, Ratssaal, Erich-Kästner-Platz 1, 03046 Cottbus

Programm:

09:45 - 10:00 Uhr Eintreffen der Gäste
10:00 - 10:10 Uhr Begrüßung durch die Dezernentin und Sachgebietsleiterein für Jugend, Kultur und Soziales der Stadtverwaltung Cottbus, Maren Dieckmann
10:10 - 10:25 Uhr Herausforderungen aus Sicht des Bundes - Abteilungsleiterin im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Kornelia Haugg
10:25 - 10:40 Uhr Aktuelle Bedarfe in Brandenburg - Staatssekretärin MASGF, Almuth Hartwig-Tiedt
10:40 - 10:50 Uhr Vorstellung des Projekts KAUSA Servicestelle Brandenburg,
Projektleiterin Charlotte Kruhøffer
10:50 - 11:00 Uhr

Das Streicher-Sextett des Konservatoriums Cottbus spielt den 1. Satz aus W. A. Mozarts "Sinfonia concertante".

11:00 - 12:15 Uhr
100 Ausbildungsplätze in drei Jahren - Wege zum Ziel für Brandenburg

Podiumsdiskussion mit:

  • der Staatssekretärin im Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie des Landes Brandenburg, Almuth Hartwig-Tiedt
  • dem Geschäftsführer der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg, Alexander Schirp
  • dem Vorsitzenden des DGB-Bezirks Berlin-Brandenburg, Christian Hoßbach
  • dem Vorsitzenden der Geschäftsführung der Regionaldirektion Berlin Brandenburg der Bundesarbeitsagentur, Bernd Becking
  • der Pflegedirektorin des Carl-Thiem-Klinikums Cottbus, Andrea Stewig-Nitsche
  • Moderation: Carsten Brönstrup (UVB)
12:15 - 13:00 Uhr individuelle Gespräche und aktives Netzwerken mit internationalen Häppchen

Die KAUSA Servicestelle Brandenburg dankt der Stadt Cottbus für die engagierte Unterstützung ihrer Auftaktveranstaltung.

Zielgruppen

  • Jugendliche und junge Erwachsene vor allem mit Migrationshintergrund, junge Geflüchtete (bis 27 Jahre),
  • Eltern, die mehr über Ausbildungschancen ihrer Kinder erfahren wollen sowie
  • ausbildungsbereite und -interessierte Unternehmen im Land Brandenburg

Projektziele

  • in 3 Jahren - Beratung und Vermittlung von mind. 100 lernbereiten, passenden jungen Menschen in betriebliche Ausbildung
  • besonders in kleine und mittelständische Unternehmen
  • brandenburgweit und nicht nur in den Städten, sondern auch auf dem Land

Beratungssprachen

Wir beraten Sie gern auf:

  • Arabisch
  • Türkisch
  • Englisch
  • Deutsch

Beratungsorte

Fast überall dort, wo Beratung gewünscht wird, z.B.:

  • in den Gemeinschaftsunterkünften, Vereinen,
  • in Unternehmen,bei Veranstaltungen,
  • in unseren Beratungsstellen (z.Z. in Cottbus und Oranienburg)

Was am meisten fehlt sind Informationen und Firmenkontakte

Die KAUSA Servicestelle Brandenburg nutzt gern Firmeninformationstage, um neue Kontakte zu erschließen und sie zu vertiefen

Wer von den jungen Geflüchteten und Menschen mit Migrationshintergrund hier nicht in die Schule geht, erfährt kaum etwas über die Vorteile dualer Ausbildung. Er kennt keine Berufe, weiß nicht, wie man in Deutschland Bäcker oder Tischler wird, was ein Industriemechaniker oder ein Maschinen- und Anlagenführer während seines Arbeitstages macht... Aus ersten Gesprächen mit jungen Geflüchteten wissen die Berater der KAUSA Servicestelle Brandenburg, dass viele noch nie einen Lebenslauf geschrieben haben, keine Vorstellung haben, wie man sich um eine Ausbildung oder einen Arbeitsplatz bewirbt. Etwas Wissen darüber wird in den Deutschkursen vermittelt, aber längst nicht genug. Weil das so ist, berät die KAUSA Servicestelle Brandenburg, nutzt Informationsveranstaltungen, wie z.B. hier von der ArcelorMittal Mitte September in Cottbus und bringt die Akteure des Landes Brandenburg, die sich für Ausbildung engagieren, zusammen.

Ausbildung hoch drei - auf der iBOB in Cottbus

KAUSA Servicestelle Brandenburg stellt Migranten und Geflüchteten ihr Beratungsangebot in Vorträgen vor, z.B. bei Messen

Weil es für junge Migrantinnen, Migranten und Geflüchtete wichtig ist, zu verstehen, welche Vorteile ein Berufsabschluss in Deutschland hat, muss man sie immer wieder erklären. Dazu bekam die KAUSA Servicestelle Brandenburg auf Einladung der IHK Cottus, z.B. am Samstag, d. 18.11.2017 bei der interaktiven Ausbildungsmesse iBOB in der Cottbusser Stadthalle gleich drei Mal die Gelegenheit. So konnte Projektleiterin Charlotte Kruhøffer in ihrem Vortrag zum Thema: "Ausbildung in Deutschland - was, wie, wo?" vor überwiegend aus Syrien und Afghanistan kommenden Zuhörerinnen und Zuhörern für die Berufsausbildung als hervorragende Chance für ein selbstbestimmtes Leben werben. "Eine Ausbildung ist, wie es Brandenburger Handwerkskammer in ihrer Werbung sehr prägnant sagt, ,praktisch unschlagbar'. Und sie bietet echte berufliche Perspektiven in der Region. In vielen Städten und erstrecht auf dem Land. Deshalb wollen die Kammern, die Sozialpartner und wir natürlich mit professioneller Beratung überzeugen", sagte Charlotte Kruhøffer.

Projektträger

Die KAUSA Servicestelle Brandenburg ist auf Initiative der Sozialpartner DGB Berlin-Brandenburg und UVB (Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg) entstanden. Sie stehen auch an der Seite ihrer Bildungsinstitutionen Arbeit und Leben (DGB/VHS) Berlin-Brandenburg und bbw Akademie für Betriebswirtschaftliche Weiterbildung GmbH, die das Projekt gemeinsam tragen.

Gefördert durch:

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