Berufe

Hausmeister / Hausmeisterin

Gebäude und dazugehörige Anlagen müssen nicht nur gebaut, sondern auch instandgehalten werden - dazu gehören vor allem regelmäßiges Warten und Ordnungsarbeiten. Rasen mähen, die leckende Heizung reparieren, Entrümpeln, Flure wischen - Hausmeister und Hausmeisterinnen halten alles im und am Haus in Schuss. Allgemein sorgen sie für ein gepflegtes Erscheinungsbild eines Gebäudes, achten auf die Einhaltung der Hausordnung und sind oft Ansprechpartner bei Mietangelegenheiten.

Die genauen Aufgaben eines Hausmeisters/einer Hausmeisterin sind stark abhängig von dem Gebäude, welches sie betreuen. Andere Bezeichnungen sind Hauswart, - betreuer oder -besorger. Modernere Bezeichnungen lauten Objekt-Manager oder auch Facility-Manager.

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Der Beruf des Hausmeisters ist in Deutschland bislang kein anerkannter Ausbildungsberuf bzw. es existiert bis dato kein fester oder vorgesehener Ausbildungsrahmen. Demensprechend sind Hausmeister oft klassische Quereinsteiger, nicht selten mit einer vorher abgeschlossenen Handwerksausbildung in Richtung Elektroniker oder Mechaniker. Über einen Bildungsträger können entsprechende Qualifizierungen, wie Seminare oder Weiterbildungen, erworben werden. Diese sind auch zu empfehlen, denn gerade bei beruflichen Quereinsteigern kann sich sonst Frust aufbauen - etwa, weil die oft sehr gebäudespezifischen Aufgaben jemanden eigentlich Fachfremden schnell überfordern können.

Hausmeister und Hausmeisterinnen bedienen in ihrer Funktion mehrere Schnittstellen zwischen Hauseigentümer, Vermieter, angrenzende Nachbarn und auch Mietinteressenten. Dementsprechend umfasst die Arbeit des Hausmeisters bzw. der Hausmeisterin von allem etwas: Handwerk, Gebäudemanagement, aber auch Mietrecht oder Brandschutz fallen in den allgemeinen Zuständigkeitsbereich.

Mitunter, aber nicht immer, leben Hausmeister und Hausmeisterinnen in den von ihnen betreuen Gebäuden. Zudem sind Hausmeister nicht immer nur für ein Gebäude verantwortlich, sondern betreuen als Dienstleister mehrere Liegenschaften.

Zwar müssen Hausmeister und Hausmeisterinnen sich mit vielen Stellen verständigen, arbeiten aber normalerweise oft selbstständig. Der Job eignet sich also für alle, die lieber ihren eigenen Aufgabenbereich allein betreuen, anstatt im Team und/oder mit direkten Vorgesetzten zu arbeiten.
Da die Aufgaben eines Hausmeisters/einer Hausmeisterin sehr vielfältig sind, ist auch eine Reihe unterschiedlicher Kompetenzen gefragt. Zum einen ist natürlich technisches Geschick wichtig, denn Reparaturarbeiten und Grünanlagenpflege sind ein essentieller Teil des Jobs. Hausmeister und Hausmeisterinnen sollten sich also beispielsweise mit Elektrik, einfachen Trockenbauarbeiten und Heizanlagen auskennen. Das viele Agieren und körperliche Arbeiten setzt zudem ein Mindestmaß an Fitness voraus.

Neben der handwerklichen Komponente sollten Hausmeister/Hausmeisterinnen aber auch ein sicheres und freundliches Auftreten, menschliches Einfühlungsvermögen und Verhandlungsgeschick mitbringen - denn sie sind ist häufig Ansprechpartner für Mieter und Vermieter gleichermaßen und müssen im Zweifelfall auch als Schlichter auftreten. Dementsprechend müssen Sie auch von Vermietungsprozessen, Gewerberecht und in Angelegenheiten der Verkehrssicherungspflichten Bescheid wissen.
Hausmeister und Hausmeisterinnen können in nahezu allen Bereichen tätig sein, da in der Regel jedes Gebäude ein Mindestmaß an regelmäßiger Pflege benötigt. Von öffentlichen Einrichtungen, wie Schulen und Krankenhäuser, über private Mietwohnungen oder Bürogebäude bis hin zu Restaurants, Museen, Hotels oder touristischen Anlagen - viele Ausrichtungen in alle möglichen Branchen sind denkbar.
Hausmeister steigen in der Regel mit einem Durchschnittsgehalt von etwa 2.000 Euro ein - auch das hängt stark vom Arbeitgeber, den individuellen Aufgaben und auch davon ab, ob nur ein oder mehrere Gebäude betreut werden.
Der Beruf des Hausmeisters/ der Hausmeisterin ist grundsätzlich ein krisensicherer Arbeitsplatz, der in den kommenden Jahren voraussichtlich an Bedeutung gewinnen wird.

Zum einen wird in Deutschland regelmäßig darüber diskutiert, ob und inwiefern der Job einheitlich und staatlich anerkannt ausgebildet werden soll. Zudem ist anzunehmen, dass sich im Zuge der Digitalisierung vor allem die technische Komplexität von Öffentlichkeits- und Wohngebäuden zunehmend steigern wird. Außerdem hat sich mit dem "Facility-Management" - der Begriff ist seit einigen Jahren sogar DIN-genormt - eine eigene wissenschaftliche Disziplin rund um Gebäudemanagement etabliert. Dabei geht es auch darum, den Wert einer Immobilie durch gute Bewirtung und Instandhaltung zu steigern.