Fachinformatiker/-in - Anwendungsentwicklung

Fachinformatiker im Bereich Anwendungsentwicklung orientieren sich nach den Wünschen Ihrer Kunden und entwickeln bzw. programmieren Softwareanwendungen nach deren Vorstellungen. Dabei achten sie auf die Funktionalität, die Kosten und benutzerfreundliche Bedienoberflächen. Das kann beispielsweise ein Content-Management-System (z.B. Typo3) sein, welches die unkomplizierte Pflege einer Homepage ermöglicht oder für Lagerverwaltungssysteme, Datenbanken oder Applikationen mobiler Endgeräte anwendbar ist.

Unter Verwendung unterschiedlicher Programmiersprachen und Werkzeuge legen sie die inhaltliche Struktur von HTML-Dokumenten fest (CSS) bzw. binden Daten aus Datenbanken für Webseiten ein (PHP). Ist die Software erst entwickelt, müssen Fachinformatiker diese auf ihre Funktionstüchtigkeit prüfen und Fehlermeldungen mithilfe von Experten- und Diagnosesystemen beheben. Nach der Implementierung einer neuen Anwendung gilt es die verschiedenen User zu schulen und IT-Support-Hilfe anzubieten, wenn Probleme auftauchen.

Unsere Starttermine

Angebote filtern
1 Angebote gefunden Sie befinden sich auf Seite 1 von 1
sortieren nach:
Für den Beruf des Fachinformatikers sollte Interesse an theoretisch-abstrakten Tätigkeiten, wie dem Festlegen von Datenbankstrukturen, insbesondere der logischen Struktur der Daten, Zugriffsmethoden und Objekte, und an kreativen Tätigkeiten, wie dem Entwickeln und Umsetzen von komplexen Softwarelösungen für Multimediaanwendungen, Expertensysteme oder vernetzten Produktionsanlagen, vorhanden sein. Auch Durchhaltevermögen und Zielstrebigkeit beim Erkennen und Beheben von Fehlern in Softwareprodukten sind von Vorteil.

Als Fachinformatiker analysieren Sie mit umfangreichem technischem Verständnis IT-Systeme hinsichtlich der Anforderungen an die Software und können sich flexibel und schnell auf unterschiedliche Anwender, Programme und Orte bei Schulungen einstellen. Auch Interesse an organisatorisch-prüfenden Tätigkeiten ist für die Arbeit als Fachinformatiker wichtig. Sie dokumentieren Qualitätskontrollen, führen Soll-Ist-Vergleiche durch und kontrollieren die Zielerreichung.

Da es immer wieder Neuerungen auf Ihrem Gebiet gibt, ist eine hohe Lernbereitschaft zu programmtechnischen Entwicklungen von großer Bedeutung.
Fachinformatiker arbeiten besonders kunden- und serviceorientiert und gehen auf die individuellen Vorstellungen der Kunden bei der Planung von IT-Systemen ein bzw. passen diese an die sich ändernden Datenschutzvorschriften an. Zu diesem Thema führen sie u.a. Schulungen und Beratungen durch und erstellen Handbücher zur Softwarehandhabung bzw. entwerfen Hilfestellungen bei Problemen. In diesem Zusammenhang sind sowohl gutes mündliches und schriftliches Ausdrucksvermögen, als auch ein hohes Textverständnis von Vorteil.

Mit großer Sorgfalt passen Fachinformatiker Individualsoftware fehlerfrei an, erweitern und integrieren diese an existierende Softwarelösungen. Dabei kommt ihr umfangreiches Wissen zu mehreren Programmiersprachen zum Einsatz. Durch den guten Umgang mit Zahlen und hoher Rechenfertigkeit berechnen sie selbstständig Programmparameter und modifizieren bestehende Anwendungslösungen. Gutes räumliches Vorstellungsvermögen, beispielsweise um technische Zeichnungen zum Aufbau von Netzwerken zu verstehen, ist hierbei von Vorteil.
Für Fachinformatiker/-innen der Fachrichtung Anwendungsentwicklung gibt es eine Vielzahl an Beschäftigungsmöglichkeiten in Unternehmen nahezu aller Wirtschaftsbereiche und überall dort wo Computer genutzt werden. Da kein Unternehmen heutzutage ohne digitale Systeme auskommt, sind Fachinformatiker sehr gefragt und haben hervorragende Berufsaussichten.

Beispielsweise finden sie in der IT-Beratung als Anwendungsberater/-in oder in der IT-Organisation bzw. -Koordination als EDV-Organisator/-in Anstellung. Besonders aktuell ist eine Tätigkeit als Datenschutzbeauftragte/-r. Wenn es um Softwareentwicklung geht, können Fachinformatiker/-innen auch als Organisationsprogrammierer/-in, Software-Architekt/-in, Game Programmer, Systemprogrammierer/-in oder UX-Designer/-in arbeiten.

Branchen in denen Fachinformatiker u.a. Arbeit finden:
  • Fahrzeugbau, -instandhaltung
  • Transport, Verkehr
  • Metall, Maschinenbau, Feinmechanik, Optik
  • Chemie, Pharmazie, Kunststoff
  • Medien, Informationsdienste
  • Werbung, Public Relations
  • IT, DV, Computer
Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung (monatlich): 3.135 bis 3.646

Fachinformatiker/-in ist ein anerkannter 3-jähriger Ausbildungsberuf in Industrie, Handel und Handwerk und wird je nach Bereich und Ausbildungsjahr unterschiedlich vergütet.

Je nachdem in welcher Branche man arbeitet, fällt das Ausbildungsgehalt unterschiedlich aus. Im Elektrohandwerk bekommen Azubis vom ersten bis zum dritten Ausbildungsjahr zwischen 640 und 740 Euro brutto monatlich vergütet (BMAS, Stand September 2018). In der Metall- und Elektroindustrie hingegen können bis zum dritten Jahr der Ausbildung bis zu 1.122 Euro brutto monatlich verdient werden (BMAS, Stand April 2018).

Nach erfolgreichem Bestehen der Abschlussprüfung können Fachinformatiker mit einem Einstiegsgehalt von 1.500 bis 2.400 Euro rechnen. Wenn das Unternehmen an einen Tarifvertrag gebunden ist, ist das Einkommen fest geregelt und man wird mindestens in die niedrigste Gruppe für Angestellte eingeordnet. Das Gehalt variiert je nach Berufserfahrung, Arbeitsort und Branche. Mit einem Studienabschluss kann der Lohn beispielsweise bis auf 4.500 Euro steigen.
Für Fachinformatiker/-innen der Fachrichtung Anwendungsentwicklung gibt es vielfältige Möglichkeiten sich fortzubilden und beruflich weiterzukommen.

Schon während der Ausbildung sollten Zusatzqualifikationen, beispielsweise im Bereich Europäisches Waren- und Wirtschaftsrecht, erworben werden.

Durch eine Anpassungsweiterbildung kann das eigene Wissen aufgefrischt und aktuell gehalten werden. Denn in den Bereichen Softwareentwicklung, IT-Anwendungsberatung, IT-Sicherheit und Software-Testmanagement gibt es kontinuierlich Neuerungen, die es anzueignen gilt. Beispielsweise können sich die Trends, wie die Konzeption smarter IT-Systeme für Anwendungen der digitalisierten Arbeitswelt (Industrie 4.0) oder die agile Softwareentwicklung zu wichtigen Weiterbildungsthemen entwickeln.

Beruflich können Fachinformatiker auch mit einer Aufstiegsweiterbildung vorankommen. Mit einer Zertifizierung als Softwareentwickler/-in oder Komponentenentwickler/-in können sie bis in Führungspositionen gelangen.

Ebenso denkbar wäre ein Studium im Fach Informatik, welches weitere Berufs- und Karrierechancen eröffnet.

Auch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich. Mit einem Fachhandel für Computer-Hard-/Software, einem Softwarehaus oder auch mit einem Unternehmen für Computerdienstleistungen, wären Sie Ihr eigener Chef.