Seminare

"Führungs-Kraft" durch Mediationskompetenz

Zertifizierte Ausbildung mit hoher Praxisorientierung

Dauer: 6 Module Grundausbildung und 2 Module Vertiefung

Abschluss: bbw Zertifikat,

Standort: Charlottenburg, Haus der Wirtschaft

Seminar-Nr.: 1296

Unterrichtsform: Seminar

Kundengruppe: Berufstätige, Unternehmen,

Berufsbereiche: Management + Organisation ,

Gebühr: Pro Modul 700,00 €

Termine:

Unterrichtszeiten:

Angebot als PDF Drucken Auf den Merkzettel * = Die Leistung ist gemäß § 4 Nr. 21 a) bb)
UStG von der Umsatzsteuer befreit.

Informationen

Die Führungsprofessionalität und Konfliktkompetenz der Teilnehmer wird entscheidend erweitert.

Unternehmen, die ihre Führungskräfte zu Mediatoren ausbilden, schaffen die Grundlage für ein professionelles Konfliktmanagementsystem. Sie tragen den Ansprüchen an eine zeitgemäße Führung in komplexen und agilen Kooperationsstrukturen Rechnung, die heute und in der Zukunft mehr auf Beteiligung und Wissensvernetzung basiert als früher. Diese Art der Zusammenarbeit bietet große Chancen aber auch gleichzeitig ein enormes Konfliktpotential.

Die Teilnehmer können die erworbenen Kompetenzen in Konflikten professionell anwenden und vor allem im Vorfeld in ihrem Führungsalltag präventiv einsetzen. Auf Unternehmensebene liegen die Anwendungsfelder z.B. bei Auseinandersetzungen zwischen Mitarbeitern, Vorgesetzten und Mitarbeiter; in und zwischen Gruppen, Teams, Abteilungen und Konzerngesellschaften; bei "Mobbing", bei Schlechtleistungen und Mitarbeitertrennungen; in der Zusammenarbeit mit Betriebs- und Personalräten sowie Gewerkschaften; bei Umstrukturierungen; im Umgangen mit Behörden, Kunden und Zuliefern.

Mediation ist die Kunst eskalierte Konflikte so zu lenken, dass die Beteiligten diese eigenverantwortlich und wirksam regeln können.

Professionelle Führung ist die Kunst andere zielgerichtet zu bewegen und Gefolgschaft zu organisieren, um Nutzen zu erzeugen. Konflikte sind das Gegenteil von Führung. Der adäquate Umgang mit Konflikten ist eine der fünf entscheidenden Schlüsselaufgabe einer Führungskraft.

Führungskräfte mit Mediationskompetenz erzeugen "Führungs-Kraft" durch ihre Führungsarbeit, weil sie das Gesamtsystem wahrnehmen und die Akteure nutzenorientiert lenken können. Sie balancieren die Systeme aus. Das Honorar dafür ist Kundenzufriedenheit und -treue, basierend auf professioneller Arbeitsleistung, dem Engagement und der Loyalität ihrer Mitarbeiter, die Produkte und Dienstleistungen mit Qualität erstellen.

Die Inhalte entsprechen den Vorgaben des § 5 Abs. 1 MediatG (Grundausbildung zum Mediator mit 90 Präsenzstunden) und der §§ 5 Abs. 2 MediatG i.V.m. § 2 ZMediatAusbV ("Zertifizierten Mediator", 120 Präsenzstunden einschließlich der 90 Präsenzstunden der Grundausbildung). Behandelt werden u.a. jeweils in den Hauptthemen:

  • Einführung und Grundlagen der Mediation: Überblick über Prinzipien, Verfahrensablauf und Phasen der Mediation; über Kommunikations- und Arbeitstechniken / Abgrenzung der Mediation zum streitigen Verfahren und zu anderen alternativen Konfliktbeilegungsverfahren / Überblick über die Anwendungsfelder

  • Ablauf und Rahmenbedingungen der Mediation: Grundlagen der Verhandlungsanalyse / Verhandlungsführung und Verhandlungsmanagement: intuitives Verhandeln, Verhandlung nach dem Harvard-Konzept, FBI-Konzept

  • Gesprächsführung, Kommunikationstechniken: Grundlagen der Kommunikation / Kommunikationstechniken / Techniken zur Entwicklung und Bewertung von Lösungen / Visualisierungs- und Moderationstechniken / Umgang mit schwierigen Situationen

  • Konfliktkompetenz: Konflikttheorie / Konfliktfaktoren / Konfliktdynamik und Konfliktanalyse / Eskalationsstufen / Erkennen von Konfliktdynamiken / Interventionstechniken / Konfliktstrategien / Konflikttypen

  • Recht der Mediation / Recht in der Mediation: Rechtliche Rahmenbedingungen: Mediationsvertrag (MV), der Mediationsdurchführungsvereinbarung (MDV) und der Mediationsabrede (MA), Abschlussvereinbarung (AV); Berufsrecht, Verschwiegenheit, Vergütungsfragen, Haftung und Versicherung / Grundzüge des Rechtsdienstleistungsgesetzes; Rolle des Rechts in der Mediation / Abgrenzung von zulässiger rechtlicher Information und unzulässiger Rechtsberatung / Rolle des Mediators in Abgrenzung zu den Aufgaben des Parteianwalts / Sensibilisierung für das Erkennen von rechtlich relevanten Sachverhalten

  • Persönliche Kompetenz, Haltung und Rollenverständnis: Rollendefinition, Rollenkonflikte / Aufgabe und Selbstverständnis des Mediators / Allparteilichkeit, Neutralität und professionelle Distanz zu den Medianden und zum Konflikt / Macht und Fairness in der Mediation / Umgang mit eigenen Gefühlen / Selbstreflexion

Die bbw-Akademie eröffnet Führungskräften mit der Ausbildung die Möglichkeit, als "Zertifizierter Mediator" gemäß § 5 Abs. 2 MediatG i.V.m. § 2 ZMedaitAusbV aufzutreten. Die Teilnehmer erhalten eine zusätzliche anerkannte Qualifikation, die sie besonders auszeichnet.

Drei Optionen der Qualifizierung:

  • Die Ausbildung zum "Zertifizierten Mediator" gemäß dem Ausbildungskatalog - Anlage ZMediatAusbV (90 Stunden Grundausbildung - Modul 1 bis 6 plus 30 Vertiefung - Modul 7 und 8) eröffnet die Möglichkeit, Zertifizierter Mediator" nach § 5 Abs. 2 MediationsG i.V.m. § 2 ZMediatAusbV aufzutreten. Eine im Anschluss an die Gesamtausbildung von 120 Präsenzstunden durchgeführte Einzelsupervision (Zeitrahmen 1 - 2 Stunden) einer Mediation als Mediator oder Co-Mediator, die in einem individuellen Termin im Rahmen der Ausbildung abgestimmt und mit den Dozenten / Trainern durchgeführt werden kann, ergänzt die Ausbildung. Die Teilnehmer sind hiernach berechtigt, sich "Zertifizierter Mediator" zu nennen.

  • Die Grundausbildung erfüllt die Mindestanforderungen des § 5 Abs. 1 MediatG. Über die Absolvierung der Grundausbildung (90 Präsenzstunden - Zeitstunden) erhalten die Teilnehmer eine Teilnahmebescheinigung.

  • Durch die Teilnahme an Prüfungseinheiten sichern die Teilnehmer ihre Ausbildung zusätzlich qualitativ ab. Sie erhalten das Zertifikat "Mediator - bbw-Akademie".

Die Ausbildung umfasst insgesamt 120 Stunden mit Optionen zur Leistungskontrolle und zur anschließenden Einzelsupervision. Die 120 Stunden verteilen sich auf 8 Präsenzeinheiten á 2 Tage (6 Module Grundausbildung, 2 Module Vertiefung). Die Grundausbildung im Sinn des § 1 MediatG umfasst 90 Präsenzstunden (Modul 1 bis 6).

Termine:

Modul 1: 29.-30.08.2019 - Schwerpunkte: Einführung, Übersicht, Systeme, Führung

Modul 2: 12.-13.09.2019 - Schwerpunkte: Ablauf, Rahmenbedingungen, Recht, Konflikte

Modul 3: 10.-11.10.2019 - Schwerpunkte: Konflikte, Verhalten, Kommunikation, Führung

Modul 4: 12.-13.12.2019 - Schwerpunkte: Wahrnehmung, Verhalten, Kommunikation, Tools

Modul 5: 16.-17.01.2020 - Schwerpunkte: Systeme, Haltung, Rollen, Lösungen, Führung

Modul 6: 20./21.02.2020 - Schwerpunkte: Macht, Lösungen, Verhandeln, Einigung, Recht, Management



Zusatzmodul 7: 07./08.05.2020 - Schwerpunkte: Persönlichkeit, Selbstverständnis, besondere Situationen und Herausforderungen, Recht
Zusatzmodul 8: 11./12.06.2020 - Schwerpunkte: Chancen, Risiken, Führung und Mediation; Abschlusskolloquium


Die Teilnehmer haben die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch. Das Ausbildungskonzept sieht vor, dass die Themen der Lerninhalte der Anlage zur ZMediatAusbV in allen Präsenzstunden mit einem unterschiedlichen Vertiefungsgrad behandelt werden. Ein Methodenmix aus Vortrag, Gruppenarbeiten, Rollenspiele, Reflexionen und die Supervisionen praktischer Fälle aus dem Führungsalltag des Teilnehmerumfeldes, der Einsatz von Videomaterial u.v.m. stellt dies sicher.

Führungskräfte, Projektleiter, Geschäftsführer; Personalleiter, HR Business Partner; Betriebs- und Personalratsvorsitzende

  • Akademischer Abschluss (Hochschule, Fachhochschule, Berufsakademie)
  • Berufspraktiker (mind. 5 Jahre), die über keinen akademischen Abschluss verfügen aber mindesten 5 Jahre Personal- und / oder Budget bzw. Projektverantwortung tragen

Arbeitsunterlagen, gemeinsames Mittagessen und Getränke