Fortbildung/Qualifizierung

Facherzieher/-in für Integration in der Kita

Zusatzqualifikation

Dauer:

Abschluss:

Standort: Karlshorst

Unterrichtsform: berufsbegleitend

Kundengruppe: Berufstätige,

Berufsbereiche: Ausbilder + Pädagogik , Soziales ,

Termine:

Unterrichtszeiten:

  • 20.08.2021 - 11.02.2022 Präsenz: freitags 6 UE von 13.00-18.00 Uhr und samstags 9 UE in der Zeit von 09.00-16.00 Uhr; Digital: Di, Mi oder Do 18.00-20.15 Uhr Kontaktanfrage Karlshorst Rheinpfalzallee 82
    10318 Berlin
    Plätze verfügbar

Informationen

Am Ende der Qualifizierung erhält die Teilnehmerin/der Teilnehmer ein durch den Berliner Senat anerkanntes Zertifikat, mit dem er/sie die Bezeichnung Facherzieherin/Facherzieher für Integration führen und als solche/r arbeiten darf. Bei Teilnahme am erweiterten Kolloquium wird das Zertifikat zusätzlich von der bbw Hochschule unterzeichnet und kann damit auf ein Hochschulstudium
angerechnet werden.

Modul 1: Die Entwicklung integrativer Erziehung in der Bundesrepublik Deutschland und im Land Berlin/Gesetzliche Grundlagen

  • einen Überblick über die Entwicklung der gemeinsamen Erziehung von Kindern mit und ohne Beeinträchtigung in Kindertageseinrichtungen gewinnen
  • einen Überblick über unterschiedliche pädagogische Ansätze in der integrativen Erzie-hung (Beispiele aus verschiedenen Bundesländern und Berlin) erhalten
  • Kenntnisse über die Frühförderung und die Frühförderungsverordnung (FrühV) und die Rahmenvereinbarung zur sozialpädiatrischen Versorgung im Land Berlin nach SGB IX § 30 erhalten
  • den Paradigmenwechsel von der Integration zur Inklusion als grundlegende Haltung in der Pädagogik nachvollziehen können
  • die gesetzlichen Grundlagen (UN-Behindertenrechtskonvention, SGB VIII, SGB IX, KitaFöG, VO KitaFöG) und deren Anwendungsmöglichkeiten in der Praxis darstellen können
  • sich in das Verfahren zur Aufnahme und Betreuung von Kindern mit Behinderung in Berliner Kindertageseinrichtungen einarbeiten
Modul 2: Vertiefungsaspekte der menschlichen Entwicklung bezogen auf Integration/Inklusion
  • einen Überblick über die für die Integrationspädagogik relevanten Fragestellungen der Entwicklungspsychologie an Fallbeispielen aus der Praxis der integrativen Erziehung gewinnen
  • erkennen, dass Theorien im Rahmen von übergeordneten Menschenbildern formuliert werden und ihr jeweils eigenes Bild vom Menschen reflektieren und weiterentwickeln können
  • entwicklungspsychologische Ansätze kennen lernen, die für das Verständnis der Handlungs-, Lern- und Kooperationsfähigkeit der Menschen allgemein und für die Praxis der integrativen Erziehung von zentraler Bedeutung sind
  • Kenntnis über die Spielentwicklung und die soziale, emotionale, kognitive und motori-sche Entwicklung von Kindern erwerben
  • sich mit der Bindungstheorie und Resilienz auseinandersetzen
  • die Begriffe "Störung", "Beeinträchtigung", "Behinderung" und "Krankheit" differenzie-ren können und verstehen, dass "Behinderung" auch ein Ergebnis eines sozialen Be-wertungsprozesses ist
  • sich mit Behinderung als Risikofaktor für Kindeswohlgefährdung auseinandersetzen und Indikatoren kennen, die auf konkrete Gefährdung eines Kindes hinweisen können.
Modul 3: Beobachtung und Beobachtungsverfahren
  • verschiedene Beobachtungsinstrumente kennen lernen und ihren Einsatz an Hand von Fallbeispielen erproben
  • Beobachtungsverfahren zur Einschätzung der kindlichen Entwicklung einsetzen und kombinieren sowie Möglichkeiten und Grenzen von Beobachtungsbögen erkennen können
  • den individuellen Bedürfnissen des Kindes mit dem Blick auf Ressourcen, Kompetenzen und Entwicklungsproblemen gerecht werden
  • eine situationsbezogene Beobachtungsplanung entwickeln können und dabei Über- und Unterforderung erkennen.
Modul 4: Individuelle Verläufe der kindlichen Entwicklung und Förderung
  • Ursachen unterschiedlicher Förderbedarfe und ihre Auswirkungen auf die kindliche
  • Entwicklung einschätzen lernen
  • einen Überblick über Förderdiagnostik und die Kind-Umwelt-Diagnostik erhalten
  • das Verhältnis von Bildung und Erziehung, Förderung und Therapie und die Rolle der
  • Erzieherinnen und Erzieher in der integrativen Arbeit erkennen und gestalten können
  • einen Überblick über verschiedene Therapieformen und -ansätze und über Handhabungs-, Lagerungs- und Hilfsmittel erhalten
  • einen Förderplan (Berliner Förderplan) in Kooperation mit der Familie, ggf. mit der
  • Kinder- und Jugendambulanz/Sozialpädiatrisches Zentrum (KJA/SPZ) hinsichtlich der
  • Frühförderung erarbeiten, der sowohl ganzheitlich im Alltag des Kindes ausgerichtete
  • Maßnahmen und Ziele festhält als auch spezifische Fördermaßnahmen umfasst.
Modul 5: Sozialpädagogische Methoden für die differenzierte Gruppenarbeit
  • sich mit einer anregungsreichen und flexiblen Gestaltung des pädagogischen Alltags auseinandersetzen, um allen Kindern gleichermaßen den Zugang zu allen Bildungspro-zessen zu ermöglichen
  • die Bedeutung der Binnendifferenzierung in der pädagogischen Arbeit unter dem Ge-sichtspunkt von gemeinsamen Lern- und Spielprozessen von Kindern mit und ohne Be-hinderung erfahren und in der eigenen Praxis anwenden lernen
  • Projektarbeit als konzeptionelle Grundlage für die Arbeit in Integrationsgruppen an-wenden und auf die eigene pädagogische Praxis beziehen können
  • Überlegungen zur pädagogischen Planung und zur Überprüfung von Lern- und Förder-zielen der integrativen Arbeit thematisieren können
  • gruppendynamische Ausgrenzungsmechanismen erkennen und gegensteuern können.
Modul 6: Familienorientierte Arbeit
  • die Situation von Eltern, die ein Kind mit Behinderung haben, verstehen und den Pro-zess der Verarbeitung dieser Situation angemessen begleiten und unterstützen können
  • sich der eigenen Fachkompetenz bewusstwerden, sich mit anderen Standpunkten auseinandersetzen, sich selbst und die eigene Arbeit in Frage stellen und eigene Initia-tiven in der Zusammenarbeit mit den Eltern entwickeln können
  • die inhaltlichen und methodischen Konsequenzen erkennen, die sich aus den spezifi-schen Aufgaben der Elternarbeit in integrativen Gruppen ergeben
  • Konzepte der Elternarbeit und -beratung mit besonderer Berücksichtigung von Viel-faltaspekten entwickeln
  • in gemeinsamer Erziehungspartnerschaft mit den Familien Entwicklungs- und Bildungs-ziele in Entwicklungsgesprächen vereinbaren
  • herausfordernde Gespräche mit den Familien/Eltern führen können
  • die Familien in Übergangssituationen (z. B. beim Übergang von der Kindertagesstätte in die Schule) beraten.
Modul 7: Kooperation der Fachkräfte im Feld der Pädagogik, Therapie, Medizin und mit weiteren Institutionen
  • Formen der Kooperation mit therapeutischem und medizinischem Fachpersonal aufbau-en und aktiv gestalten können
  • einrichtungsübergreifende Kontakte zu Diagnose- und Beratungseinrichtungen sowie zu Kinder- und Jugendambulanzen/SPZ aufbauen
  • Kooperationen mit Lehr- und anderen Fachkräften in Grundschulen und Ansätze der
  • Gestaltung des Übergangs von der Integrationsgruppe in der Kindertageseinrichtung zur Schule gestalten können.



Modul 8: Die Rolle der Facherzieher*in für Integration als Multiplikator in enger Kooperation mit der Leitung
  • die pädagogischen Fachkräfte in der Einrichtung zur Entwicklung des Kindes beraten und bei der Planung und Durchführung von fördernden Angeboten unterstützen
  • Qualifizierungsbedarf und Unterstützungswünsche des Teams gemeinsam mit der Lei-tung koordinieren
  • regelmäßige Besprechungstermine mit der Leitung zu integrations-/ inklusionspädagogi-schen Themen und zum Verfahren der Aufnahme und Betreuung von Kindern mit Be-hinderung vereinbaren
  • im Team eine Kultur und Struktur des Austauschs, der Reflexion und der kollegialen Beratung für Fallbesprechungen und bei integrations-/inklusionspädagogischen Themen etablieren
  • bei der Entwicklung eines integrativen/inklusiven Einrichtungskonzepts unterstützen und beraten.

Weitere Informationen zu diesem Beruf.

Am Ende der Qualifizierung erhält der Teilnhmer/die Teilnehmerin ein durch den Berliner Senat anerkanntes Zertifikat.
Bei Teilnahme am erweiterten Kolloquium wird das Zertifikat zusätzlich von der bbw Hochschule unterzeichnet und kann damit auf ein Hochschulstudium angerechnet werden.

Der zeitliche Umfang der Fortbildung beträgt mindestens 92 Doppelstunden (184 Kursstunden mit einer Dauer von je 45 Minuten) über einen Zeitraum von etwa 6 Monaten.
Zusätzlich zu diesen Präsenzzeiten ist Zeit für das Selbststudium und die Erstellung der Abschlussarbeit berücksichtigt.
Der Unterricht findet berufsbegleitend (Präsenz: freitags 6 UE von 13.00-18.00 Uhr und samstags 9 UE in der Zeit von 09.00-16.00 Uhr; digital: Di, Mi oder Do 18.00-20.15 Uhr) statt.
Während der Schulferien der Länder Berlin und Brandenburg findet kein Unterricht statt.

Erzieherinnen und Erzieher oder sozialpädagogische Fachkräfte in Kitas

Staatliche Anerkennung als Erzieherin/Erzieher oder sozialpädagogische Fachkraft in Kitas
Schriftliche Bewerbung mit geforderten Nachweisen

  • bbw Hochschule
  • Fachschule für Sozialpädagogik