Absichtserklärung von bbw und italienischem Berufsbildungsverbund FICIAP unterzeichnet

Der Bildungsverbund für die Region Veneto FICIAP hat am 14. Dezember 2018 gemeinsam mit wichtigen Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Bildung eine Strategiekonferenz zur zukünftigen Gestaltung der Berufs- und Weiterbildung für Norditalien durchgeführt. Im Mittelpunkt standen dabei die Identifizierung und Benennung der konkreten Arbeitsfelder für die Umsetzung der Digitalisierungsprozesse in den Unternehmen und Bildungsinstitutionen.
Hochrangige Verbandsvertreter aus den Unternehmensverbänden und den Gewerkschaften sprachen sich für ein geregeltes Miteinander bei der Bewältigung dieser Herausforderungen aus. Die Regionsverwaltung für Arbeit und Bildung erklärte ihre umfassende Unterstützung zur Begleitung dieser Umgestaltungsprozesse.
Einen breiten Raum nahm die Entwicklung von partnerschaftlichen Kooperationsbeziehungen in ausgewählten Gebieten der Bildungsarbeit zwischen der Region Veneto und Berlin ein. Frau Elena Donazzan, Ratsmitglied der Region Veneto, für Bildung, Ausbildung und Arbeit sprach sich für einen systematischen Auf- und Ausbau der Arbeitskontakte zur bbw Akademie für Betriebswirtschaftliche Weiterbildung GmbH und insbesondere zu deren privaten bbw Hochschule aus.
Am Rande dieser Konferenz wurde eine strategische Absichtserklärung zur Zusammenarbeit zwischen der Regionsverwaltung für Bildung, Ausbildung und Arbeit und der bbw Akademie für Betriebswirtschaftliche Weiterbildung GmbH unterzeichnet. Die bildungspolitische Zusammenarbeit wird sich auf die Etablierung von ausgewählten und besonders wirtschaftsnahen Bachelor- und Masterstudiengängen der bbw Hochschule in Verona, den transnationalen Austausch von italienischen Berufsschülern zur Absolvierung von Betriebspraktika in Unternehmen der Region Berlin/ Brandenburg und auf die inhaltliche Zusammenarbeit bei der Entwicklung von dualen Berufsausbildungsgängen für die Region Veneto und Exklusivseminare für deutsche Führungskräfte und Spezialisten konzentrieren.Die unterzeichnete Absichtserklärung wird Ausgangspunkt für weitere konkrete, projektbezogene Vereinbarungen sein.

Von der bbw Akademie nahm Alfred Wollenhaupt, Bereichleiter für Europa-, Bundes- und Landesgeförderte Projekte an der bbw Akademie für Betriebswirtschaftliche Weiterbildung GmbH an der Konferenz teil. Er sagte: "Für das bbw bedeutet dieses Memorandum, eine Intensivierung bestehender Kontakte. Es ist Teil der partnerschaftlichen Zusammenarbeit auf europäischer Ebene. Wie die anderen Unterzeichner betrachten wir diese Kooperation als Baustein zur Stärkung des europäischen Gedankens in der Berufsbildung. Sie ist daneben aberauch ein wichtiger Bestandteil der Internationalisierungsstrategie von bbw Bildungswerk der Wirtschaft in Berlin-Brandenburg und unserer Hochschule".

Im Februar 2019 wird eine Delegation, bestehend aus der Kanzlerin, dem Rektor und der Leiterin der Studierendenberatung nach Venedig und Vincenca fahren, um konkrete Schritte zu planen und die Studienvorbereitungen abzustimmen.


Statements zur Konferenz und ihren Ergebnissen:

Orazio Zenorini, Presidente FICIAP Regione Veneto

"Siamo davanti alla quarta rivoluzione: quella della digitalizzazione; e chiaramente occorre che ci sia una formazione rivista, riammodernata, rigenerata a partire dalla nostra storia, e quindi vogliamo lanciare questa nostra agenda per il prossimo futuro assieme anche alle istituzioni per poter intervenire in termini efficaci.
Nel mondo della formazione professionale perché abbiamo effettivamente bisogno, le imprese hanno bisogno di gente preparata e noi dobbiamo prepararla bene, prepararla adeguatamente ai tempi. Non è proprio scontato e quindi abbiamo bisogno anche noi di rivedere tutta quanta l'impostazione però certamente riusciamo a guardare al futuro con certa speranza, certa possibilità di riuscita. Il tema principale oggi è quello, sono sostanzialmente tre i punti principali su cui noi insistiamo.
Uno: che formazione e lavoro anche in termini di filiera stiano assieme anche come finanziamenti, anche come la possibilità di intervenire, in termini anche finanziari su tutta la filiera che lega l'orientamento, la formazione e il collocamento al lavoro. Secondo tema importante è la verticalizzazione, la possibilità che i ragazzi abbiano una formazione alta, adeguata alle richieste delle imprese. La terza considerazione è il tema dell'internazionalizzazione. Abbiamo bisogno di confrontarci e di cooperare con il nord dell'Europa. Chiediamo alla Regione (Veneto) che le undici piste di lavoro che abbiamo individuato siano percorse assieme, non solo con noi, perché noi siamo solo un pezzo della formazione professionale ma con tutto il sistema di forma Veneta."
Orazio Zenorini, Präsident der FICIAP Region Veneto
(in deutscher Übersetzung)
"Wir stehen vor einer vierten Revolution: Der Digitalisierung. Gerade deshalb brauchen wir ein auf unseren Wurzeln basiertes, überarbeitetes und modernisiertes Ausbildungswesen. Dieses Thema bestimmt unsere künftige Agenda, welche wir auch mit den Institutionen abstimmen wollen, um effizient zu handeln.
Unternehmen brauchen im Rahmen ihrer neuesten Entwicklungen die professionelle Berufsausbildung der Mitarbeiter. Gut vorbereitete Menschen, die den neuen Anforderungen gerecht werden. Es ist unsere Aufgabe dieses zu ermöglichen. Das ist kein Selbstläufer, sondern erfordert einen neuen Blick auf die Rahmenbedingungen unserer Arbeit. Dabei dürfen wir auch mit Zuversicht und guten Erfolgschancen in die Zukunft sehen.
Wir stellen drei Bereiche fest, die für uns von zentraler Bedeutung sind:

Erstens: Ausbildung und Arbeit sind zusammengehörende Themen der Bildungskette, das schließt finanzpolitische Aspekte ein. Zweitens: Die Qualität sowie die lineare Entwicklung von aufeinander folgenden Ausbildungsmodulen. Drittens: Die Internationalisierung und die Zusammenarbeit unserer Region Veneto mit Nordeuropa.In diesem Zusammenhang bitten wir die Region, uns bei den elf definiertenArbeitsbereichen weiterhin zu unterstützen, da wir nur einen Teil des Programmsdarstellen und auf die Integration aller Maßnahmen in ein Gesamtkonzept setzen."


Elena Donazzan, Assessore Regione Veneto, Istruzione Formazione e Lavoro

"La formazione professionale qui ha una tradizione straordinaria che è fatta di questo rapporto continuativo con il mondo del lavoro. Ma è un mondo del lavoro che cambia, cambia in continuazione. La forza della formazione professionale è che è in grado di aggiornarsi più velocemente che altri strumenti che altre istituzioni. Questo ci spinge ancora di più nell'andare verso un aiuto alla competitività delle imprese. Allora, se ci siamo sempre occupati di ragazzi di persone come centro del nostro agire, se abbiamo pensato ai più fragili e agl'ultimi oggi possiamo far un passo in più, e questo passaggio deve riguardare la capacità di agganciarsi alle aziende al mondo del lavoro che vola, non cammina e lo sforzo sarà quello di riuscire a dare sempre più competenze in verticale, una crescita che debba guardare ad una verticalizzazione del mondo della formazione, perché queste imprese chiedono sempre più specializzazione. Il modo di lavorare che abbiamo avuto in veneto è sempre stato quello di non avere una controparte nel mondo della formazione ma essere un sistema. Su questo io ho sottolineato sempre la nostra capacità di dialogo di stimoli reciproci, e questo diventa anche un valore aggiunto per dire che è insieme Regione (Veneto), con la sua capacità di programmazione con il suo ruolo e le nostre scuole della formazione andiamo a dialogare con le imprese.
Abbiamo sempre come paradigma la capacità di un sistema duale alla tedesca; lo diciamo in tutte le salse e noi ne diamo una contezza vera... non ne vogliamo solo parlare e allora abbiamo fatto e per questo io ringrazio la FICIAP, che ha voluto questo rapporto più stretto "se loro sono i migliori allora vogliamo imparare da loro". Se noi comunque siamo i migliori in Italia vogliamo comunque migliorare la nostra performance."
Elena Donazzan, Ratsmitglied der Region Veneto, Bildung, Ausbildung und Arbeit
(in deutscher Übersetzung)
Die berufliche Weiterbildung hat hier im Veneto die Besonderheit schon immer eng mit der Arbeitswelt verbunden gewesen zu sein. Eine Arbeitswelt die sich kontinuierlich verändert. Die Stärke dieser Berufsausbildung ist, dass sie sich schneller aktualisieren kann als Institutionen und deren Instrumentarien.

Das befähigt uns die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu fördern. Wenn wir also stets junge Menschen oder besonders förderungsbedürftige Gruppen im Fokus haben, so können wir heute einen Schritt weiter gehen. Einen Schritt der die Zusammenarbeit mit der Arbeitswelt fördert. Einer Arbeitswelt in schneller Veränderung. Die Aufgabe wird sein, immer mehr Kompetenzen in die Vertikalisierung zu geben. Ein Wachstum, welches der neuen Bildungswelt gerecht wird, da die Unternehmen immer mehr Spezialisierung benötigen.

Die Arbeitsweise im Veneto war stets geprägt durch die berufliche Ausbildung als Teil des gesamten Systems. In diesem Zusammenhang habe ich stets die Notwendigkeit des Dialogs und der Stimulation von Ausbildung unterstrichen, die einen Mehrwert geben sollen. Auf dieser Basis und mit der Region Veneto mit ihrer programmatischen Arbeit, der institutionellen Rolle und den Schulen und Ausbildungszentren, gehen wir in den Dialog mit den Unternehmen.

Wir haben als Vorbild stets das deutsche duale System vor Augen. Dieses bedeutet, nicht nur darüber zu sprechen, sondern es auch umzusetzen. Ich danke der FICIAP an dieser Stelle, die diese engere Zusammenarbeit forciert hat. Wenn Sie die besten sind, so wollen wir von Ihnen lernen und auch wenn wir jedoch in Italien bereits eine Spitzenposition einnehmen, so möchten wir uns auch hier stets verbessern.