Berufe

Maschinen- und Anlagenführer

Sie interessieren sich für Technik und hydraulische Systeme und tragen gern eine Verantwortung für anspruchsvolle Aufgaben in einem Unternehmen? Dann könnte der Beruf des Maschinen- und Anlagenführers genau die richtige Herausforderung für Sie sein! Als Maschinen- und Anlagenführer sind Sie dafür verantwortlich, komplexe Fertigungsmaschinen und -anlagen einzurichten, anschließend in Betrieb zu nehmen und zu bedienen. Das können Werkzeug-, Textil-, Druckmaschinen oder Anlagen für die Nahrungs- und Genussmittelherstellung sein. Sie achten dabei auf einen reibungslosen Materialnachschub und überwachen den gesamten Produktionsprozess. Dabei haben Sie mit den verschiedensten Materialien, wie Kunststofffolien, Klebestoffen, Papier oder auch mit Schmiermitteln zu tun. Außerdem stellen Sie durch gründliche Inspektion die Betriebsbereitschaft der Fertigungsmaschinen sicher und rüsten diese nach Feststellung von Funktionsstörungen um.

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Um den Beruf des Maschinen- und Anlagenführers zu erlernen, sollten Sie sich für handwerkliche Tätigkeiten interessieren und ein gewisses technisches Interesse mitbringen. Denn eine der Hauptaufgaben eines/r Maschinen- und Anlagenführer/innen ist es, Fertigungsanlagen zu inspizieren und zu warten. Tritt eine Funktionsstörung auf, müssen teilweise schwere Bauteile montiert bzw. ausgetauscht werden. Auch beim Abtransport der fertigen Produkte ist Muskelarbeit gefragt. Von Vorteil ist demnach auch ein Interesse an der Analyse von Störungen und technischen Fehlern sowie deren selbstständiger Behebung.

Als Maschinen- und Anlagenführer/innen ist eine selbstständige und sorgfältige Arbeitsweise gefragt, wenn es um das exakte Einstellen der Produktionsanlagen geht. Die Maschinen müssen genau beobachtet werden, um eventuelle Fehler festzustellen und schnell handeln zu können. Als Maschinen- und Anlagenführer/innen arbeiten Sie deshalb oft unter Zeitdruck. Wenn kleinere Störungen nicht rasch behoben werden können, kosten die Maschinenstillstände das Unternehmen viel Geld.
Während der Ausbildung werden Kompetenzen, u.a. in den Bereichen Hydraulik, Pneumatik, Qualitätsprüfung und -sicherung sowie in der Maschinen- und Anlageneinrichtung erworben.

Maschinen- und Anlagenführer/innen besitzen ein sehr gutes räumliches Vorstellungsvermögen. Das ist auch wichtig, denn für das Einrichten der Fertigungsanlagen müssen technische Zeichnungen, wie etwa die einer Stanzmaschine, genau gelesen und umgesetzt werden. Dabei sind sie nicht nur an einer Maschine tätig, sondern wechseln häufig, um mehrere Maschinen zu betreuen. Dies erfordert natürliche eine hohe Aufmerksamkeit - auch beim Überwachen und Prüfen der Anlagen auf Funktions- und Betriebsfähigkeit.

Mit ausgeprägtem technischem Verständnis analysieren Maschinen- und Anlagenführer/innen Störungen an den verschiedensten Anlagen, um diese schnellstmöglich zu reparieren. Durch ihr handwerkliches Geschick können sie die defekten Maschinen- und Verschleißteile, wie Dichtungen, Schläuche oder Filter, austauschen und die Anlage, beispielsweise durch das Befüllen mit Ölen oder Kühl- und Schmierstoffen, wieder zum Laufen bringen. Aus Sicherheits- und Qualitätsgründen ist eine hohe Reaktionsgeschwindigkeit gefordert, um Unfällen und Schäden vorzubeugen.

Schichtarbeit ist leider nicht zu vermeiden. Maschinen- und Anlagenführer/innen sind häufig auch nachts oder am Wochenende im Einsatz, denn die Produktion muss oftmals 24 Stunden am Tag laufen.
Maschinen- und Anlagenführer/innen finden in Produktionsbetrieben in nahezu allen Branchen Beschäftigung.

In der industriellen Papier- und Druckweiterverarbeitung steuern sie Buchbindemaschinen, stehen an Buchfertigungsstraßen und überwachen den Fertigungsablauf an Falz-, Verpackungs-, Papierschneide- und Bogenklebemaschinen.

Maschinen- und Anlagenführer/innen finden auch in Betrieben der Nahrungs- und Genussmittelherstellung Anstellung. Dort haben Sie spezielle hygienische Verarbeitungsvorschriften zu beachten und müssen häufig beim Einstellen der Maschinen zwischen kühlen und aufgeheizten Hallen wechseln sowie die Qualitätsmerkmale von Lebensmittelrohstoffen und -produkten kennen.

Weiterhin arbeiten Maschinen- und Anlagenführer/innen u.a. mit Fachkräften für Textilbekleidung, Metallbearbeitung oder auch mit Zerspanungsmechanikern zusammen.
Je nach Berufserfahrung und Betrieb kann das monatliche Einkommen zwischen 1.700 und 2.100 Euro liegen. Übernehmen Sie durch Weiterbildung mehr Aufgaben und gelangen in Führungspositionen, kann das Gehalt auf bis zu 3.100 Euro brutto im Monat steigen.
Es ist immer wichtig, sich neues Wissen anzueignen und sich an aktuelle Entwicklungen anzupassen. Für Maschinen- und Anlagenführer/innen gibt es z.B. immer in den Bereichen Maschinen- und Anlagenbetrieb, Metall- und Kunststoffverarbeitung, Produktions- und Fertigungstechnik sowie in der Wartung und Instandhaltung, Neuerungen, die aktuelles Wissen erfordern.

Im Zeitalter der Digitalisierung werden immer mehr Produktionsprozesse komplexer. Virtual Reality (VR), bei der reale Maschinensteuerungen mit virtuellen Maschinenmodellen gekoppelt werden oder auch der Einsatz von VR-Datenbrillen erfordert ein hohes Maß an frischem Wissen, welches durch verschiedene Schulungen erworben werden kann.

Um in Führungspositionen zu gelangen, ist es ratsam eine Prüfung als Industriemechaniker/in in der Fachrichtung Metall oder eine Technikerprüfung in Metalltechnik abzulegen. Unter bestimmten Voraussetzungen ist auch ein Studium denkbar.